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2015-10-01

  • 07:06 UTC Hi Piraten Raus aus dem Konsumpf? Schritt für Sch...
    Fritz Meier 9:45pm Sep 19
    Hi Piraten
    Raus aus dem Konsumpf? Schritt für Schritt auf dem Weg zur Autarkie! Die Revolution im kleinen bietet die Basis für die Revolution im Großen. Habt ihr Intresse an konstruktivem Wissen oder habt ihr etwas beizutragen was uns allen helfen kann? Wir wollen unabhängige, selbstverantwortliche und mündige Menschen sein/werden. Helft uns und macht mit :)

    Johann Maier 9:27am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

    E-Mail : sarah-wolski@mail.com

    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!
  • 02:33 UTC Die saldenmechanische Verdrehung der Guthabenphobi...
    Joachim Weiß 9:45am Sep 30
    Die saldenmechanische Verdrehung der Guthabenphobiker

    Dreh- und Angelpunkt von Jörg Buschbecks Argumentation ist letztlich eine Vorgehensweise, die auf ein streng regelbasierend, kollektiv erzwungenes Geben und Nehmen hinausläuft, mit dem Ziel, dabei möglichst nie in ausgeprägte Ungleichgewichte zu laufen. Was wiederum nichts anderes bedeutet, als dass man das Gesamtgefüge Volkswirtschaft als eine kollektive Einheit betrachtest, und Fehlentwicklungen dieser Einheit auf der Gesamtebene (konkret Saldenebene) lösen möchtest, indem man alle Teilnehmer der Volkswirtschaft per Zwang in die Lösung involvieren will

    Warum wir aber kausal betrachtet (!!) keine Guthabenkrise haben sondern Guthabenwachstum nur RESULTAT ivon inhärentem Wacchstumszwang/Verschuldungszwanges im Kapitalismus ist, wird Ihnen hier dargestellt:


    Joachim Weiß 1:53pm Sep 30
    Dazu auch passend:

    Die Irrfahrrt von Jörg Buschbecks „Guthabekrise" – oder warum die bösen Guthabenhalter nicht im saldenmechanischen Gleichschritt mit den Kreditnehmern wirtschaften :-)

    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=184955

    Johann Maier 9:26am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

    E-Mail : sarah-wolski@mail.com

    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!

    Joachim Weiß 9:33am Oct 1
    Für mich bitte zinslos
  • 02:33 UTC Wieso kann die Bank die Guthaben der Sparer nicht ...
    Manfred Gotthalmseder 3:17pm Sep 8
    Wieso kann die Bank die Guthaben der Sparer nicht auszahlen?
    .
    Guthaben entstünden auch bei der Privatkreditvergabe! Stellt euch vor, wir hätten eine Goldmünzenwährung und ein florierendes Unternehmen würde seine Profite wieder dadurch in Umlauf bringen, dass es Privatkredit vergibt. Sagen wir eine Million Münzen kommen somit wieder in Umlauf und ein Jahr später hat das Unternehmen sie wieder verdient und gibt wieder Privatkredit. Nach 10 Jahren hat es 10 Millionen Forderungen an Gläubiger (Guthaben), aber es ist nur eine Million Goldmünzen im Spiel.
    Letztlich wird das Unternehmen sich um seine Forderungen sorgen, und lieber die Goldmünzen behalten. Dann sind diese aus dem Umlauf und die Schuldner können sie nicht mehr verdienen (Depression) und die Gläubiger müssen um all ihre Forderungen umfallen!
    .
    Wenn aber eine Bank die Forderungen in die Bücher geschrieben hat, so erwartet der Sparer, dass das, was in den Büchern steht "Geld" ist. Und wenn die Bank dann nicht zahlen kann, dann wird sie für systemrelevant erklärt und erhält Bargeldzuschüsse von der Zentralbank um die Sparer auszuzahlen. So geschehen 1930... und auf einmal wurde aus den Guthaben Geld und nun war viel zu viel Geld in Umlauf (Vollgeld) und damit kam die Inflation.
    .
    Der Fehler fand aber viel früher statt: Die Sparer haben indirekt Forderungen an Kreditnehmer angehäuft, anstatt Vorräte. Hätten sie in Anleihen an realen Werten gespart, anstatt bloß leere Versprechen anzusammeln, so wäre kein Crash gekommen. Nun sind wir wieder dort... die Forderungen (Sparvermögen) übersteigen die handelbaren Güter um mehr als das 10 fache...
    Stellt euch vor, Eichhörnchen würden so wirtschaften! Sie würden also im Sommer jene mit schlechteren Territorien durchfüttern und dann im Winter mit Forderungen an sie heran treten.... Ich denke, wir sollten begreifen, dass Sparen so nicht funktioniert und von den Eichhörnchen lernen, die reale Werte sparen!

    Michel Gläser 4:01pm Sep 8
    So ein Unsinn... Wenn ich 1 Million erwirtschafte und mein eigenes Geld verleihe schöpfe ich damit kein geld neu ... Die Krise damals entstand aber, als Banken Kredite ausgaben mit Geld was ihnen nicht gehörte...

    Manfred Gotthalmseder 4:05pm Sep 8
    Ich sprach nicht von Geld, sondern von Forderungen bzw. Guthaben. Und nichts anderes sind Sparvermögen auf der Bank. Es sind ebenso Forderungen einer Bank an einen Kreditnehmer!

    Manfred Gotthalmseder 4:08pm Sep 8
    Geld ist ganz generell nur eine Forderung an einen Kreditnehmer! Es erhält seinen Wert durch das Leistungsverprechen der Kreditnehmer, ansonsten hätte es doch keinen Wert und wäre aus Luft geschöpft! Banken decken alles Geld durch Forderungen an Kreditnehmer! Und das trifft auch auf das Geld in deiner Geldbörse zu. Und deshalb gibt es immer so viele Guthaben wie Schulden... nur halt ungleich verteilt...
    Probleme gibt es nur, wenn die Forderungen überhand nehmen und die Unternehmen an ihre Kreditwürdigkeitsgrenze kommen und sich nicht mehr rühren können. Dann kommt der Crash. Dummerweise tun Banken alles dafür, dass die Forderungen überhand nehmen, denn Kredite sind ihr Geschäft. Des System enthält somit einen Anreiz zum Kollaps!

    Michel Gläser 4:10pm Sep 8
    Nein Spareinlagen sind Forderungen der Sparer an die Bank in diesem system welches nur schulden emmitiert ist es immer eine Forderung irgendeiner Bank aber hier werden grad Äpfel mit Birnen verglichen

    Johann Maier 9:27am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

    E-Mail : sarah-wolski@mail.com

    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!

    Manfred Gotthalmseder 9:33am Oct 1
    Michael, das ist zu kurz gedacht. Zwar verleiht die Bank keine Spargelder (denn wo kämen die ursprünglich her), sondern sie erzeugt Forderungen durch Kreditverträge. Diese Forderungen notiert sie in Form von Giralgeld und dieses Geld landet im Umlauf, bis es irgendwann auf einem Sparkonto landet und damit dem Umlauf entzogen ist. Es ist richtig, dass die Sparer aus ihrer Sicht Forderungen an die Bank stellen. Der Sparer kennt die Schuldner gar nicht, durch deren Kreditverträge das Geld erzeugt wurde, das nun auf seinem Sparkonto liegt. Aber die Bank kann die Forderung der Sparer nur erfüllen, indem sie sie durch Forderungen an die Kreditnehmer deckt. Sie tritt als Vermittler auf.
    .
    Das bedeutet sie kann den Kreditnehmern nicht die Schulden erlassen und die Forderungen der Sparer an sie aufrecht halten. Würde sie das tun, so wäre ihre Bilanz negativ und sie wäre Pleite.
  • 02:28 UTC Wie kann unsere Kapitalistische Gesellschaftsordnu...
    Andreas Twardowski 10:05pm Aug 25
    Wie kann unsere Kapitalistische Gesellschaftsordnung, uns im glauben lassen, das jeder es schaffen kann.

    Wie der Kabarettist Volker Pispers schon sagte:
    „Jeder kann reich werden, aber nicht alle“

    Matthias Nachbar 7:00pm Sep 2
    Glauben lassen, heißt nicht wissen lassen.

    Johann Maier 9:28am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

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  • 02:28 UTC Zinsdiskussion - Zur Frage, ob der Zins an sich ei...
    Sebastian Kunze 10:18am Sep 2
    Zinsdiskussion - Zur Frage, ob der Zins an sich ein fortwährendes monetäres Wachstum bedingt oder ob zumindest theoretisch die Zinsen aus der vorhandenen Geldmenge bezahlt werden können.

    Joachim Weiß 2:14pm Sep 2
    Dazu

    https://www.facebook.com/groups/monetative/permalink/1171407186209322/

    Stephan Ochsenfurt 3:02pm Sep 2
    zu Hier wird zudem die These von Otmar Pregetter widerlegt, dass aus dem „nicht mitgeschöpften" Bankenkreditzins ein Aufschuldungszwang entsteht.
    https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Zins/Zinskritik

    << 1. hast Du da genau den falschen Eintrag herangezogen Joachim Weiß mit folgendem biste sicherlich besser bedient: https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Zins/Zinskritik-Kritik

    Inhaltlich: Die Position ist aus meiner Sicht nicht final bzw. nicht komplett durchgedacht. Zudem bei Weitem nicht einstimmig beschieden. Der Sachverhalt ist zwar richtig umschrieben, jedoch der problem-schwangere Kern wird nicht ausgeführt: Der sich durch die Zins-Reproduktion extrem zuspitzende und finanzsoziologisch als zweifelhaft bis kritisch (verwerflich) zu bewertende Dualismus (Aufspaltung) der Nichtbanken in kapitalistisch akkumulierende Bankkunden in Gläubigerfunktion und analog die diesen ggü-stehenden Bankkunden in Schuldnerfunktion (Kreditnehmer / Kapitalnachfrager) respektive die Marktteilnehmer, die für die Zinstilgungen von deren laufende Kredite am Ende aufkommen.

    Stephan Ochsenfurt 3:05pm Sep 2
    hier steht heruntergebrochen auf zwei Vorgänge: Wenn eine Bank "Zinsen kassiert" für ein Kredit, wird aus dem Kreditnehmer-Konto Giralgeld ausgebucht und im Eigenkapital der Bank eingebucht. (Passivtausch in der Bankbilanz)

    Dieses Eigenkapital nutzt die Bank um alle Kosten zu decken, Boni zu zahlen, Guthabenzinsen zu zahlen, Aktiendividenden usw. So landen "die Zinsen" immer wieder im Wirtschaftssystem. (wieder Passivtausch in der Bankbilanz)

    <<< Zinsen (der Großteil) werden zwar durch Kredittilgung nach Laufzeit-Ende also wieder zuerst ins EK der Bank und von diesem Puffer-Kapital auch sukzessive Nichtbanken profitieren indem sie dort auf den entsprechenden Kunden-/Investement-Konten gutgeschrieben. JEDOCH besteht m.M.n. das Problem mit den Zinsen eben darin, dass diese beiden Vorgänge alleine sicher nicht dazu in der Lage sind EINES für die Bedienung der Zinsen immanent unabdingbare zu garantieren: Ein stetig wachsender! Strom an bonitären! Neu-Kreditnehmern.

    Das genau würde nämlich eine mathematisch-naturwissenschaftliche Unmöglichkeit implizieren. Die Duplikation bzw. nahezu exponentielle Neu-Erschließung von belastbarem (=für die Schuldtilgung pfändbare / liquidisierbare Mittel an) Eigentum. Eigentum - welches doch sicher zum Großteil immer noch aus (grundsätzlich zur Disposition / Eigentumsübertragung stehenden) Immobilien oder sonstige, durch einen zuverlässigen Marktpreis gehandelte Materie / Collateral als gewichtige Ressource an monetisierbarem, möglichst dauerhaft beständigen Wertspeicher für die Grundlage der Bonität haftet?!.^_^
    https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Zins/Zinskritik-Kritik

    Joachim Weiß 3:40pm Sep 2
    Es lässt sich das ganze Problem, das hier debattiert werden soll, gar nicht allein anhand der Frage klären, ob der Zins wieder in den Geldkreislauf zurückfließen wird. Es geht auch um die Frage, was der Zins wirklich ist.

    [...]Ein stetig wachsender! Strom an bonitären! Neu-Kreditnehmern. [...]

    Wie Neuverschuldung entsteht (ganz ohne Bankzins !!), hatte ich ja ausgeführt. Es ist doch gerade das belastbarem(=pfändbare) Eigentum, was zur Umverteilung führt und dieses nicht allen zur Verfügung steht. Und der Zins ist eine Eigentumsprämie (dazu Heinsohn/Steiger lesen) - meinem Artikel: „ DAS WESEN DES EIGENTUMS - wir haben eine Eigentumsverteilungskrise" von gestern hattest Du doch ein like gegeben. :-)

    Wir haben ergo kein Problem mit irgendwelchen nicht mitgeschöpften Zinsen. Das sind alles Zirkus-Kapriolen

    Klaus Kulawig 9:47pm Sep 2
    NAtürlich fehlt der Zins nicht, wenn er nicht gespart wird.

    Klaus Kulawig 9:48pm Sep 2
    https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Zins/Zinskritik

    Stephan Ochsenfurt 2:36pm Sep 3
    Klaus Kulawig "Natürlich fehlt der Zins nicht, wenn er nicht gespart wird."

    Der Zins hat nichts mit Sparen zu tun. Dito. Der Zinssatz-Ausweisung hat vielmehr was mit der Höhe der ausgegebenen Kreditsumme zu tun. Diese muss ja bei einem positiven Zinssatz ständig mitwachsen.

    Der Sparzins reguliert sich ja selbst nach unten (bzw. wird durch den Kapitalmarkt der Banken angepasst), wie wir gerade erleben... Doch hat das eben gerade nichts mit den Entwicklungen im Kunden(einlage)geschäft - z.B. einem Kippen des Verhältnisses von Spareinlagen zu den Kreditausgaben -- dauerhaft einseitig hin zu einem Sparüberhang, zu tun.

    Das Problem bei einem dynamischen
    (analog zur Assetmasse/ Bonität des Kreditnehmers verlaufenden -- also besserer BonitätsIndex durch aufgezeigte Asset-Masse ≙
    einem kleinerem Zinssatz bzw. geringere Zins-Tilgungssumme)
    Soll-Zinssatz ist folgendes:

    Der ZINS KANN immer nur dann NICHT oder nur teilweise GETILGT WERDEN durch den KREDITNEHMER (Kollektiv in Summe), WENN DIESE NICHT so (nachhaltig) MITEINANDER WIRTSCHAFTEN (in beide Richtungen, sprich unternehmerisch & Konsum! / Nehmen & Geben), was ökonomisch gedacht an sich nur in einer beidseitigen Defektion enden kann. Sprich: Es fallen immer größere Fragmente an Kreditnehmern raus aus ihrer Funktion als Kreditnehmer. Punkt.

    >> Oder wenn sie nicht komplett aussortiert werden, wird eben ein gewisses Fragment von KN zumdst. bei gleichbleibender Qualität des Kreditratings - gerade relativ zur unternehmerisch erfolgreicheren "Kapitalisten-Klasse".. (-- die die Option hat: nur Kredite / FK hinzuzunehmen, wenn deren Bereitstellungen insb. durch relativ bessere Laufzeit-Konditionen sich profitabler auswirken --) dieser Kapitalistenklasse unterliegen im Wettbewerb um Kredite (um die Gunst der Banken) und ergo zu "unvortrefflichen", risikoreichen =>> zu schlechten Kreditnehmern abgestempelt.

    ...So aus verschiedenen Gründen tendenziell unterversorgt mit Kapital. In Folge dessen wird (in einem System endogener Debitoren / Marktteilnehmer) ohne weiteres Zutun das Potential des Debit- / Schuldner-Marktes bzw. das Kreditkundengeschäft der Banken schrumpfen und ergo (falls keine substitutive Schuldner-Ablösung /-Übertragung durch eine steigende In- Erscheinungtretung von Großschuldnern kommt bzw. diese mal ausbleibt..) kein Wachstum an Kreditmasse mehr stattfinden können. Punkt.

    Joachim Weiß 2:46pm Sep 3
    Stephan Ochsenfurtt "Natürlich fehlt der Zins nicht, wenn er nicht gespart wird."

    Der Zins hat nichts mit Sparen zu tun. Dito. Der Zinssatz-Ausweisung hat vielmehr was mit der Höhe der ausgegebenen Kreditsumme zu tun. Diese muss ja bei einem positiven Zinssatz ständig mitwachsen[...]"

    Nein. Das wurde hier doch nun alles eigehend begründet und diskutiert.

    Zinsen sind kein „Willkürgeld". Zudem werden ZinsFORDERUNGEN laufend „vernichtet" und wieder neu aufgebaut, da niemals die gesamte Kreditsumme vernichtet wird. Es sind also stets reichlich Guthaben aus zahlreichen Kreditverträgen im System, um den Zinsforderungen der Banken oder Nichtbanken aus Vorperioden nachzukommen.

    Zu den Stromgrößen, welche „ein Surplus" bedienen, gehören alle Mehreinnahmen, welche Eigentümer verlangen (auch Mietzinsen, Dividenden u.a. Renditen).

    Sogar Gehaltserhöhungen gehören dazu, welche ja ebenfalls die Stromgrößen in Richtung Empfänger lenken (auch internationales Einkommensgefälle). Diese muss der Unternehmer zusätzlich über die Preise aus dem System erzielen (falls er nicht seine Gewinnmarge schmälert oder selbst Neukredite nimmt).

    Wie es zu den zahlreichen Kreditverträgen (zum credit boom) kommt, und dadurch reichlich Guthaben im System entstehen, hatte ich ja aufgezählt. Zinseinkommen sind aber wie alle anderen Einkommen nur Stromgrößen und fehlen erst dann, wenn sie dauerhaft als Liquidität „gehortet" werden. Das trifft aber auf alle monetären Einkommen zu.

    Doch Zinseinkommen werden nicht dauerhaft gehortet und schon gar nicht von der Bank.

    Sie werden permanent umgewandelt in Sachwerte, Konsum oder private Geldvermögen (Wertpapiere). Letzteres kann allerdings problematisch werden, weil mit den Guthaben im System, welche ursprünglich aus den Bankkrediten stammen, nun Forderungsketten (private Geldvermögen) aufgebaut werden können. Das erzwingt eine höhere „Umlaufgeschwindigkeit" oder Neuverschuldung, um alle Forderungen zum Termin zu bedienen, denn mit jeder Kredittilgung sinkt ja die Geldmenge M1.

    Die Gefahr von Liquiditätskrisen durch externe Einflüsse („Schocks") ist also sehr hoch, vor allem dann, wenn Liquidität nur kurzfristig gebunden ist und schnell aus Ländern abgezogen werden kann.

    Die Aufschuldung selbst wird aber nicht durch die fehlende (angeblich nicht mitgeschöpfte) „Eigentumsprämie" erzwungen. Mir ein Rätsel, warum dieser Stuss der Zinsapologeten nun wieder aktuell wird. Das Problem von Instabilitäten war nie der Zins sondern die Verteilungsschere.

    Die heutigen sozialen und politischen Problemeergeben sich u.a. auch durch die ungleiche Eigentumsverteilung. Unserer Wohlstand samt sämtlicher staatlichen Sozialleistungen beruht ja darauf, dass es uns gelingt, laufend Forderungen aufzubauen und privates Eigentum zu belasten. Dadurch entsteht über Jahrzehnte ein credit boom und Aufbau von privaten Geldvermögen (Forderungen).

    Aus diesen Geldvermögen entsteht dann auch Sachvermögenkonzentration, da die Staaten politisch nicht imstande sind, das fiskalisch zu begrenzen

    Joachim Weiß 3:05pm Sep 3
    Stephan Ochsenfurt[...]Der Sparzins reguliert sich ja selbst nach unten (bzw. wird durch den Kapitalmarkt der Banken angepasst), wie wir gerade erleben... Doch hat das eben gerade nichts mit den Entwicklungen im Kunden(einlage)geschäft - z.B. einem Kippen des Verhältnisses von Spareinlagen zu den Kreditausgaben -- dauerhaft einseitig hin zu einem Sparüberhang, zu tun[...]

    Es ist egal, ob es nur der Geldmarktzins ist, den du hier ansprichst, oder für langfristige Kredite die zusätzliche Risikoprämie etc. also Kapitalmarktzins.

    Die ganze Fokussierung auf diesen (angeblich fehlenden) Zins macht wenig Sinn, um die Ursache der Krise (boom und busts) im globalen Kapitalismus zu erkennen, wie ich gerade darstellen konnte. Es sei denn, man WILL unbedingt (aus ideologischen Gründen) an dieser kurzsichtigen These festhalten.

    [...]er Zinssatz-Ausweisung hat vielmehr was mit der Höhe der ausgegebenen Kreditsumme zu tun. Diese muss ja bei einem positiven Zinssatz ständig mitwachsen.[...]

    Kreditsummen, wie ich dir schon zig mal dargestellt habe (siehe oben Punkt 1-4d) , steigen im credit boom aus vielen verschiedenen Motiven unabhängig vom Bankzins. Damit steigen auch die Stromgrößen (aller Einkommen !!) und auch die Konzentration von Geldvermögen, weil Geld sich dort konzentriert, wo die Konsumnachfrage schon gedeckt ist oder verschoben wird.

    Die Ursache sind aber die „unproduktiven" Schulden ex ante und die ungünstige Verteilung ex post.Griechenland hätte z. B. nie eine Krise oder so ein großes Leistungsbilanzdefizit gehabt, wenn der Staat kein ausländisches Kapital angenommen hätte, zumindest nicht in der Höhe sondern die Bürger im Inland gespart hätten – und sich nicht in Konsumschulden gestürzt hätten. Dann wäre die „Fallhöhe" auch viel geringer.

    Oder die spanischen Cajas (Sparkassen) liehen sich viel Geld von den deutschen Landesbanken, um schlechte Hypotheken zu vergeben.

    Es konnte noch nie jemand nachweisen, dass wir eine Aufschuldung haben, weil die Zinsen gehortet wurden und deshalb „fehlten in der Geldmenge". Das sind imho alles nur saldenmechanische Zirkelschlüsse.

    Johann Maier 9:28am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

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    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!
  • 02:28 UTC "Nach den lückenhaften Daten der ursprünglichen ...
    Stephan Ochsenfurt 10:18am Sep 4
    "Nach den lückenhaften Daten der ursprünglichen EZB-Studie kommt das oberste Tausendstel auf rund 4 Prozent des Gesamtvermögens, nach der DIW-Studie sind es etwas über 17 Prozent" ..müsste man also nur die überschießenden Vermögen des obersten Tausendstel sukzessive - über 5 Jahre etwa 20% 'Sondervermögensabgabe' - zurückführen an den Staat (notfalls liquidieren). Etwa direkt in die Schuldentilgung fließen lassen, und der Schuldenberg wäre gegessen (ohne das jemand hungern muss). 17% von 9 Bln. € = nicht ganz 1.550.000.000 €

    Johann Maier 9:28am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

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    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!
  • 02:28 UTC Jürgen #Fitschen hat keine Ahnung, wie die #Deuts...
    Stephan Ochsenfurt 2:33pm Sep 2
    Jürgen #Fitschen hat keine Ahnung, wie die #DeutscheBank ihr Geld verdient

    Jörg Buschbeck 5:37pm Sep 4
    Geld verdienen = Geldvermögen verdienen

    Die Zahlungsmittelschöpfung der GB ist aber keinerlei Geldvermögensschöpfung.

    Stephan Ochsenfurt 6:38pm Sep 4
    wieso kann man nur Geldvermögen verdienen? Was ist wenn der Staat Sozialausgaben tätigt oder investiert?

    Jörg Buschbeck 6:52pm Sep 4
    Komm jetzt nicht vom hundersten ins tausende - es geht doch bei deiner Headline darum, ob die unbestreitbare Zahlungsmittelschöpfung der Geschäftsbanken ein Einkommen/Verdienst der deutschen Bank ist - und dies ist sie eben nicht.

    Jörg Buschbeck 6:53pm Sep 4
    Die Befristung von Einlagen oder Kredittilgung ist übrigens Zahlungsmittelvernichtung, dies ist auch kein Verlust der Banken.

    Jörg Buschbeck 6:55pm Sep 4
    Natürlich kann man gesamtwirtschaftlich nur mit Sachwertschöpfung Gewinn machen, darum geht es hier aber nicht, hier geht es um eine einzelwirtschaftliche Frage.

    Johann Maier 9:28am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

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    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!
  • 02:27 UTC Was haltet ihr von folgender Definition für Kapit...
    Stephan Ochsenfurt 3:56pm Sep 3
    Was haltet ihr von folgender Definition für Kapitalisten™:

    Merkantilistisch auftretende Wirtschaftsteilnehmer, welche am Markt (angebots- & nachfrageseitig!) mit einer Aktivität* operieren, die in Summe** dauerhaft signifikant (Spektrum?) über der durchschnittlichen Quantität des Aktivitätsniveau aller Wirtschaftsteilnehmer liegt.

    Beispiel: Aktivitäts-Niveau = 1
    Ein "Ultra-Kapitalist" könnte ein Wirtschaftsteilnehmer sein, der es auf eine Aktivität in Summe von >= 100 bringt. ^_^

    *Aktivität = Umsatzrendite **Rechnungspersiode aufs Jahr?

    Stephan Ochsenfurt 4:07pm Sep 3
    Aktivität = Umsatzrendite x getätigter Umsatz; sollte korrekter die für das Output-Niveau (Maßstab) inhärente Quantität der Aktivität widerspiegeln

    Christoph Wies Bier 5:17pm Sep 3
    könnte auch ein erfolgreiches/gutes unternehmen sein... ich finde die kategorien von dirk löhr super (http://www.metropolis-verlag.de/Prinzip-Rentenoekonomie/1013/book.do) das prinzip ist reziprozität = kosten/nutzen bzw. gewinn/leistung gekoppelt; und bei geld/boden/patente sind eben diese nicht gekoppelt sondern getrennt ("gewinne privatisiert, risiken vergemeinschaftet") -> dann ist das für mich kapitalismus, sonst wenn reziprozität gegeben -> marktwirtschaft

    Christoph Wies Bier 5:19pm Sep 3
    weitergedacht müssten dann auch alle waffenhersteller die kosten tragen die durch den einsatz ihrer produkte verursacht werden, ("verantwortung!") ich glaube dann würden so einige kriege unrentabel werden...

    Stephan Ochsenfurt 6:06pm Sep 3
    jaa - so weit wollt ich dann noch gar nicht denken Christoph Wies Bier;) aber hinter der Rentenökonomie von Dirk Löhr vermute ich mal nichts wesenlich anderes als eine spezielle Form von merkantilistisch / kaufm. wirtschaftenden Akteuren.
    Ich meine, dass sich dieses Prinzip der Aneignung (Diebstahl?) von Profiten aber im Grunde auf jeden Handelskaufmann, jeden Makler anwenden lässt. Jeder Akteur, der im Kern nichts anderes tut, als am Markt zu kaufen und zu verkaufen (mit Gewinnerzielungs-Absicht), ist denke ich zu einem gewissen Grade sicher auch ein wenig ein ("Hobby-") Kapitalist, ohne Frage.

    Und ich wollte oben eben zum Ausdruck bringen, dass ich hier abgrenzen würde nach der Intensität, mit der er "den Markt penetriert." Macht er mittels Marktpenetration Profite in einem Umfang / Aktivitätsniveau, die dem Vielfachen des Durchschnitts des Marktkollektivs entspricht, so kann man denke ich ihn mit Fug & Recht als Kapitalisten bezeichnen. Denn dann muss das ja wohl System haben, was er da macht..und sein Wohlstand wird zu entscheidenden Teilen darauf aufbauen?!

    Dann wäre nur noch zu differenzieren bis wohin man das kapitalistische Handeln (Gewinnstreben) quasi als menschlich und im harmlosen Rahmen abtut / relativiert, und ab wann das nicht mehr der Fall ist und als 'gemeingefährlich', als apodiktische Pathologie einer kapitalistisch vereinnahmten Klasse eingestuft werden muss. Christian Felber meint ja im Falle von Einkommens-Unterschieden würde so der Faktor von max 1:10 allgemein gut angenommen & erstrebt werden ...

    Stephan Ochsenfurt 6:13pm Sep 3
    Ein enger Rahmen der materiellen Gleichverteilung an sich wäre für mich schon Reziprozität genug xD Denn das an sich finde ich schon extrem kosten-sparend bzw. nutzen-maximierend ^_^

    Christoph Wies Bier 6:51pm Sep 3
    Dann denk mal so weit Stephan Ochsenfurt ;)

    Christoph Wies Bier 6:52pm Sep 3
    "Jeder Akteur, der im Kern nichts anderes tut, als am Markt zu kaufen und zu verkaufen (mit Gewinnerzielungs-Absicht), ist denke [...] Kapitalist" -> Sehe ich nicht so.

    Christoph Wies Bier 6:53pm Sep 3
    Wenn ich super super erfolgreich bin (den "Markt stärker penetriere") u. viel mehr verkaufen kann als andere - vl. ist meine leistung besser / ich arbeite härter - dann hab ichs mir "verdient", oder? Ich find schon. Wenn das Essen eines Wirten gut ist dann passt es wenn er mehr davon verkauft als andere, oder?

    Christoph Wies Bier 6:54pm Sep 3
    Deshalb finde ich das Prinzip Rezirpozität so wichtig, weil es so genau aufzeigt wo Einkommen aus Leistung entsteht oder wo es Monopol-Einnahmen aufgrund von Geld-, Boden-, Patentrenten gibt. LG

    Stephan Ochsenfurt 10:26pm Sep 3
    "Wenn das Essen eines Wirten gut ist dann passt es wenn er mehr davon verkauft als andere, oder?" >> Solange er nicht zum exquisiten Nobel-Restaurant mutiert etc. JA. Dann verdient er wohlmöglich etwas mehr als der Durchschnitt, aber ich denke kaum 10x drüber.. Aber wenn er es eben damit auf die Spitze treibt und überall kleine Sub- / Franchise -Filialen aufmacht -- nehmen wir den guten alten McDonald's -- dann schießt er da mit Sicherheit über ein eigenes, ehrgeiziges Ziel (z.B. einen auskömmlichen Lebensunterhalt, der nicht nur ihn selbst sondern auch seine ganze Familie mit absichert) weit hinaus.

    Meine Logik und gefühlte Gerechtigkeit liegt also darin zu sagen: Kann der Wirt durch sein Essenslokal für sich selbst sorgen und meinetwegen für bis zu neun weitere Familienmitglieder, dann ist das im Rahmen. Das ist noch kein pathologischer Akkumulations- bzw. GrößenWAHN drin zu erkennen. Aber alles was darüber hinaus geht... - kann man nun in kapitalistische Subkategorien differenzieren O.o ..wie beim Stadium eines Krankheitsbildes ^^

    Christoph Wies Bier 10:37pm Sep 3
    Warum kann er nicht zum exquisiten Nobel Restaurant mutieren? Kann doch jeder machen/verkaufen/leisten was er will. Wenn er wen findet der ihm (freiwillig) die Sachen abkauft wo liegt das Problem? Und warum kannst du festlegen dass ich nicht 11 mal so viel / härter / besser arbeiten kann als alle anderen? Das ist doch meine Freiheit und geht dich Nüsse an, oder?

    Stephan Ochsenfurt 10:41pm Sep 3
    Geld-, Boden-, Patentrenten sind noch lange nicht vollzählige Ausprägungen des Kapital-Begriffes. Denn Kapital kann sich auf quasi jeden ökonomischen Wert (jeden Gegenstand, jede Dienstleistung) beziehen, der in der Wertschätzung eines x-beliebigen Marktakteurs eine Entsprechung findet (als Wertependant).
    Den produktiven 'Selfmade'-Unternehmer - den Du wohl mit dem Wirt ansprechen willst, habe ich ja versucht ab-/auszugrenzen vom tendenziell eher unproduktiven Kapitalisten, durch das Adjektiv 'merkantilistisch'.

    Stephan Ochsenfurt 10:43pm Sep 3
    ...stell ma gerade letzte Bemerkung von mir zurück. Wieso ich das begrenzen können sollte? ... Weil ich die destruktive Natur kapitalistischen Handelns darin erkenne?!? Wieso sollte der Wirt ne Kette von exklusiven Nobel-Restaurants aufmachen - von Boston bis Budapest - und damit wahrscheinlich zahlreiche dort schon ansässige Pensionen oder Imbiss-Stände etc. verdrängen (wollen)?

    Christoph Wies Bier 10:44pm Sep 3
    Was ist destruktiv daran wenn ich so sau gut koche und ich deshalb 11 mal so viel Essen verkaufe wie alle anderen?

    Christoph Wies Bier 10:48pm Sep 3
    Den Kapitalbegriff gilt es zu definieren. Für mich sind Maschinen, Dienstleistungen, Produkte sicher kein Kapital, denn sie sind reproduzierbar also nicht natürlich knapp, haben hohe Durchhaltekosten und können durch funktionierenden Wettbewerb reguliert werden bzw. es können Monopolpreise verhindert werden. (im Gegensatz zu boden, geld u. patente)

    Stephan Ochsenfurt 10:48pm Sep 3
    ach destruktiv isses doch dann, wenn du das nicht auch fürn schleuderpreis dann verkaufst. Verlangst du Nobelpreise, schließt du Kunden / Verbraucher aus. Das darf nicht sein - das spaltet die Gesellschaft etc.

    Stephan Ochsenfurt 10:50pm Sep 3
    hab noch kein so'n Nobel-Fressladen gesehen, der die Sachen - und wenns nur für Bedürftige ist - zum Selbstkostenpreis auch bereit ist anzubieten.

    Christoph Wies Bier 10:51pm Sep 3
    Willst du Leuten vorschreiben wieviel sie für ihre Leistung verlangen dürfen?

    Christoph Wies Bier 10:52pm Sep 3
    Achtung: Im Gegensatz zu Patenten, Geld, Boden ...

    Stephan Ochsenfurt 10:52pm Sep 3
    ..hmm, nein das will ich nicht

    Christoph Wies Bier 10:53pm Sep 3
    Gut, aber du glaubst dass das 'Problem des Systems' dadurch gelöst werden kann dass Leute nicht mehr als 11 mal so hart/viel leisten dürfen?

    Stephan Ochsenfurt 10:54pm Sep 3
    Nein. Aber wenn sie nicht mehr als 10 mal so viel einnehmen bzw. Profit machen dürfen damit, wie der Durchschnitt.

    Christoph Wies Bier 10:55pm Sep 3
    Das kann ja unter Umständen das selbe sein...

    Stephan Ochsenfurt 10:56pm Sep 3
    meinetwegen können die Geschäftsleute / die Kaufmänner etc. leisten, was sie wollen.. produktiv / unproduktiv. Mir an dieser Stelle schnuppe. Sie sollen nur nicht mehr exponentiell mehr verdienen dürfen als Andere. O.o Wenn dem ein Riegel vorgeschoben wird, wird sich sicher auch die Arbeit, Arbeitsleistung - Arbeitszeit.. gleicher verteilen - würde ich mal hoffen

    Christoph Wies Bier 10:57pm Sep 3
    Wenn wer das Bedürfnis hat nach deren Leistung, warum dürfen sie es nicht?
  • 02:27 UTC Hier ein wirklich klasse Vortrag zur Modern-Mone...
    Klaus Kulawig 5:50pm Sep 8
    Hier ein wirklich klasse Vortrag zur

    Modern-Money-Theory (MMT)

    für Menschen, die sich für das aktuelle Geldsysteme interessieren ein

    MUST SEE !!!!! :)


    Joachim Weiß 9:41am Sep 9
    Das Thema steht auch auf euer Wiki-Seite mit dem Inselbeispiel
    (König Kuno etc.).

    Auf den Punkt gebracht ist es eine Art Vermischung von Keynesianismus und Monetarismus (als Gegensatz zur österreichischen / austeritären Geldtheorie), also der Staat holt sich sein Geld nicht (nur) von den Sparern (Staatsanleihen gegen ein ROI) oder fiskalisch, sondern es wird je nach Bedarf (bei Produktionslücken) zusätzliches staatliches fiat-money – wofür ja ein Annahmezwang besteht – emittiert, welches er irgendwie über Steuererhöhungen wieder herauszieht.

    Vom funktionellen Standpunkt ist es richtig, dass es keinen Unterschied gibt zwischen elektronischen Staatskrediten ex nihilo oder die Emission von Anleihen/Staatswechseln.

    Doch das Problem bei Defiziten ist nicht die nationale Solvenz und aus meiner Sicht nicht die Inflation in einem deflationären Umfeld (Krugmans unendliches Inflations-Szenario, vgl. japanische Stagnation), sondern der Staat a) heute gar nicht fähig ist, sich fiskalisch das Geld wieder herauszuziehen, um massive Erhöhung von privaten Geldvermögen bzw. die Kapitalakkumulation zu verhindern und b) das Problem durch neues staatlich initiiertes Wachstum behoben werden soll.

    Anstatt also das Thema Verteilung anzugehen, will man das umgehen durch Gelddrucken und staatliches Erzeugen von Wachsdumm, indem man den Einkommenslosen per staatlichen Knopfdruck Kaufkraft gibt und den Ressourcenverbrauch für kurzlebigen Konsum erhöht, anstatt international an das Thema Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Ressourcensteuer ranzugehen.
    Von letzteren könnten dann auch s.g. „Killerapplikationen" finanziert werden.

    Doch ganz unabhängig davon, funktioniert der Keynesianismus generell in Zeiten des globalen mobilen Finanzkapitals nicht mehr, da sich strukturelle Probleme oder Marktstörungen nicht mit Konjunkturglättungen oder geldpolitisch beheben lassen, und schon gar nicht nach einem ex ante credit boom im Konsumbereich.
    Und sobald es keynesianische Expansionsversuche durch neue „Killerapplikationen" gibt, werden sie schnell wieder durch explodierende Ressourcenpreise gedrosselt bzw. das Geld akkumuliert sich global wieder bei den Marktmächtigen.

    Zwar kann man mit „Hubschraubergeld" Inflation herbeiführen, allerdings ist das ein gefährliches Spiel mit dem Feuer und löst die eigentlichen Probleme nicht, z. B. die Verteilung. Warum können denn die Staaten einen „New Deal" nicht fiskalisch finanzieren? Wurde in der Great Depression in den USA auch gemacht. Alles in allem war es eine Umverteilung von oben nach unten, die letztendlich auch den Vermögenden zu Gute kam

    Das Problem sind auch nicht die fehlenden Sparguthaben / Bankenreserven, die der Staat über Staatsanleihen unbedingt mobilisieren muss, damit die nicht dauerhaft gehortet werden – denn könnten die Haushalte anteilig weniger über Staatsanleihen risikolos sparen, würde a) der Konsum sich erhöhen (Sachwerte oder kurzlebiger Konsum) oder b) die Struktur der Portfolios der Rentenfonds würde sich ändern, hin zu mehr in Risikoanlagen.
    c) der Staat wäre gezwungen, unter Haushaltsdruck an die großen Vermögen ranzugehen und kann sich dem nicht durch Drucken entziehen – das Problem sind die Einkommens-/Zinsströme, was zu immer höherer Kapitalkonzentration führt.

    MMT ist also im Kern wieder nur eine einseitige monetär fokussierte Theorie, die von den eigentlichen Problemen ablenkt: Der Werte-Verteilung / der Kapitalfeudalismus/Eigentumsverteilung und die politische/ideologisch „Ohnmacht" der Staaten, das fiskalisch zu ändern. Von daher ja auch die Idee des ESM mit Banklizenz, indem der Staat hebeln soll.

    Das debitistische Problem löst sich übrigens in bestimmten zeitlichen Abständen jeweils von alleine, indem die unbedienbar gewordenen Schulden annulliert oder reduziert werden, genau so wie das Wasser, was verdampft, irgendwann wieder abregnen muss.
    Es ist also in Wirklichkeit ein Kreislauf, man muss nur einen entsprechend langwierigen Zeithorizont ansetzen.

    Gruß

    Stephan Ochsenfurt 10:07pm Sep 9
    Stimme Joachim hier voll zu.

    Falk Atmanspacher 12:23pm Sep 10
    Meines Erachtens sagt er bzgl. der Zinsen auch was falsches. Er meint, die Zentralbankzinsen könnten nur vom Staat erwirtschaftet werden. (erste oder zweite Frage nach dem Vortrag)

    Zentralbankgeld wird aber auch über die pfandrechtlichen Sicherheiten von Aktivposten der GBen geschaffen (siehe Hauptrefinanzierungsgeschäft). Insofern werden natürlich die Zentralbankzinsen auch über die GBen von den Privaten erwirtschaftet.

    Klaus Kulawig 2:08pm Sep 10
    Falk Atmanspacher Du hast Recht, er hat da ein blinden Fleck (Zins fehlt), den wir Piraten längst aufgeklärt haben, ABER in der Argumentation von Joachim Weiß kann ich nichts substanzielles sehen.

    Sein Hauptargument "der Staat wäre heute gar nicht fähig, sich fiskalisch das Geld wieder herauszuziehen, um massive Erhöhung von privaten Geldvermögen bzw. die Kapitalakkumulation zu verhindern"
    das ist eine Behauptung, aber er erbringt nicht den Beweis, das diese Behauptung richtig ist.
    Der Staat könnte sehr einfach agieren, eine Kapitalverkehrskontrolle und Vermögenssteuern wären zB eine Lösung die machbar wäre, wenn der politische Wille da wäre.
    Es also als unmöglich hinzustellen, ist reine Propaganda, daher ist das Argument nicht stichhaltig.

    Das zweite Argument "das Problem durch neues staatlich initiiertes Wachstum behoben werden soll" ist teil der Methodik und kein Problem/Nachteil, wie er selbst sagt, hat diese Art der Methodik auch kein Nachteil durch Inflation oder ähnliches, daher sehe ich darin kein Gegenargument oder Fehler der MMT.
    Es ist sogar so, dass durch das staatlich provozierte Wachstum die Staatsquote sich faktisch gar nicht ändert !!

    Alles in Allem finde ich trotzdem keine Widerlegung der MMT bei Joachim Weiß aber am Schluss dann sein populistisches Behauptung:
    "MMT ist also im Kern wieder nur eine einseitige monetär fokussierte Theorie"

    aber vielleicht kann er ja noch echte beweisbare Argumente bringen, das würde vielleicht meinen Erkenntnishorizont erweitern,

    Joachim Weiß 3:34pm Sep 10
    Klaus Kulawig„[...]Sein Hauptargument "der Staat wäre heute gar nicht fähig, sich fiskalisch das Geld wieder herauszuziehen, um massive Erhöhung von privaten Geldvermögen bzw. die Kapitalakkumulation zu verhindern.[...]"

    Das war nicht das Hauptargument, sondern eines unter mehreren.
    Ganzen Zusammenhang nicht verstanden.

    „[...]das ist eine Behauptung, aber er erbringt nicht den Beweis, das diese Behauptung richtig ist. [...]Der Staat könnte sehr einfach agieren, eine Kapitalverkehrskontrolle und Vermögenssteuern wären zB eine Lösung die machbar wäre, wenn der politische Wille da wäre[...]"

    Der Beweis ist die Empirie bzw. die Realität. Was theoretisch alle möglich sein
    k ö n n t e, ist uninteressant.

    Ob man global regelmäßig und angemessen an die hohen Vermögen kommt, wage ich bis dato erst mal zu bezweifeln. Falls es aber gelingt, brauchen wir keine unnütze neue Geldtheorie, denn dann haben die Staaten das nötige Geld für staatliche Investitionen.
    Bis jetzt werden jedenfalls überwiegend nur wieder die Kleinsparer besteuert (vgl. z.B. Spanien die Sparbuchsteuer).

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/03/der-grosse-plan-iwf-kredite-als-mittel-zur-ausbeutung-der-voelker/

    Ansonsten sind Vermögen international mobil und in Sekundenschnelle transferierbar, staatliche Regulationsräume hingen auf nationale Grenzen beschränkt. Dadurch ist den Handlungsspielräumen der Staaten hier durch die Märkte aber auch durch nationalen Wettbewerb eine Grenze gesetzt, die eigentlich nur durch eine Globalisierung auch staatlicher Strukturen überwindbar wäre.
    Die Globalisierung lädt ergo dazu ein, das mobile Finanzkapital und die mobilen Produktionsfaktoren dort zu platzieren, wo die Belastung am geringsten ist.

    Eine gleichmäßige Bewertung von Geldvermögen einerseits und Sachvermögen andererseits ist zudem sehr aufwendig. Die Werte von Immobilien und besonders von Unternehmen sind z. B. schwer zu ermitteln. (Am besten lassen sich Werte in Kunstwerken verstecken). Dieses Problem zeigte die Erbschaft- und Schenkungsteuer, die ja das Bundesverfassungsgericht 2006 ebenfalls wegen ungleicher Bewertung als verfassungswidrig erkannt hatte.

    [...]Der Staat könnte sehr einfach agieren, eine Kapitalverkehrskontrolle und Vermögenssteuern wären zB eine Lösung die machbar wäre, wenn der politische Wille da wäre. [...]

    DER einzelne Staat schon mal gar nicht und von „ganz einfach" kann hier ebenfalls nicht die Rede sein. Die Piraten schaffen zudem unter sich noch nicht mal einen Konsens in den kleinen Dingen und lösen sich auf, haben aber große Ideale an internationalen Konsens und halten das für gaaaanz einfach :-)

    [...[Das zweite Argument "das Problem durch neues staatlich initiiertes Wachstum behoben werden soll" ist teil der Methodik und kein Problem/Nachteil, wie er selbst sagt..."

    Da steht SOLL ... dennoch habe ich nirgendwo gesagt, dass das kein Problem wäre. Es ist gerade deshalb ein Problem, weil der politische Druck auf die Versteuerung von hohen Vermögen herausgenommen wird, wenn der Staat hier neue Geldquellen für ungedecktes Geld hat.

    Klaus Kulawig 4:11pm Sep 10
    Ja wieder keine Argumente, sondern nur Behauptungen, was alles nicht Dein Argument war und ein Angriff gegen !!
    "Das war nicht das Hauptargument, sondern eines unter mehreren.
    Ganzen Zusammenhang nicht verstanden."
    -->Kein Argument sondern nur wieder bashing "Ganzen Zusammenhang nicht verstanden" merkst Du was?? :)

    "Der Beweis ist die Empirie bzw. die Realität. Was theoretisch alle möglich sein k ö n n t e, ist uninteressant."

    OK dann Realitätscheck: check mal wie viel Länder aktuell Kapitalverkehrskontrollen haben, selbst Griechenland hat sie noch, das ist politisch sofort machbar, aber die seit 30 Jahren weltweit agierende neoliberale Agenda macht es für Dich undenkbar!!!
    Also Deine Realität ist auch kein Beweis!!!

    Du bringst ein neues Argument:
    "Eine gleichmäßige Bewertung von Geldvermögen einerseits und Sachvermögen andererseits ist zudem sehr aufwendig."

    Auch dieses Argument ist softskill, "zu aufwendig", das ich nicht lache, es geht hier um große Summen, aber OK selbst wenn Du recht hättest, man muss nur einmal bewerten, wenn der Besitzer stirbt, dann eine progressive Erbschaftssteuer und "der Drops ist gelutscht"

    Der Rest war verlegenes Piratenbashing, ohne Argument, darauf gehe ich nicht ein.

    Schon wieder typisch für Dein Stil, lieber Joachim Weiß,
    sollte ich Argumente bei Dir überlesen habe, bitte schick sie in Stichworten noch einmal, dann gehe ich gern darauf ein, Dein Populistische Art Dinge zu verdrehen und abzulenken wenn Du kein Argument mehr hast, kannst Du Dir bei mir allerdings sparen, schade um die Buchstaben. ;)

    Joachim Weiß 10:32am Sep 12
    Ich denke mal, meine Argumente sind plausibler als Deine, zumal Du ja ebenfalls nur ad hoc Behauptungen in den Raum wirfst wie Kapitalverkehrskontrollen, Vermögenssteuer etc., was angeblich „ganz einfach" sein soll und ergo keine fundiert begründeten Gegenargumente bringst.

    Die Erfahrungen zeigen aber, dass es nicht so einfach ist und auch nur dann möglich, wenn alle Staaten hier international kooperieren, wovon wir noch weit entfernt sind.
    Es braucht ergo eine internationale „Finanzarchitektur", die - mit welchen Mitteln immer - das Auftreten von Krisen unwahrscheinlicher und ihren Verlauf weniger zerstörerisch macht.

    Da reicht auch nicht der Hinweis als Argument, dass es nun in einigen kleineren Ländern (vorübergehend nach Artikel 66 !) Kapitalverkehrskontrollen gibt, die zum einen noch umgangen werden können und zum anderen sich damit Vermögenstransaktionen überhaupt nicht aufhalten lassen, denn diese Kontrollen unterscheiden nicht zwischen Güterverkehr, reale Investitionen oder Vermögenstransfer.

    Da müsste dann jede einzelne Transaktion rein und raus geprüft werden in den Ländern – für den europäischen Binnen- oder Außenhandelsmarkt ein Unding, was sich auch politisch nicht durchsetzen würde.
    Für dauerhafte KVK müsste erst mal mit Mehrheit der Artikel 63 (Gesetz zum Gemeinsamen Binnenmarkt) verändert werden.
    Wie schwierig es generell ist, sich europäisch international zu einigen, erleben wir immer wieder.

    Und auch nur die Andeutung einer Ausweitung von KVK in der EU würde zu einer massiven Kapitalflucht ausländischer Investoren führen.
    Die Kosten-Nutzen-Abwägung spielt hier bei Dir hier gar keine Rolle.
    Dein reality check ist also gar keiner im Zusammenhang meiner Argumentation.

    Und Dein lapidarer Satz „[...]Selbst wenn Du recht hättest, man muss nur einmal bewerten, wenn der Besitzer stirbt, dann eine progressive Erbschaftssteuer und "der Drops ist gelutscht[...]"
    zeigt mir zudem, dass du dich wenig mit dem Thema Vermögenssteuer auseinandergesetzt hast bzgl. der Schwierigkeiten, hier international einheitliche Richtlinien zu treffen, und der verfassungskonformen Bewertung von Grundvermögen und Geldvermögen (vgl. Verfassungsurteil von 1995).
    Wenn es schon national nicht so einfach ist, dann in jedem Fall international. Eine staatliche Fiskalpolitik ersetzt nämlich noch keine Steuerharmonisierung bzw. keinen Steuerwettbewerb.

    Von daher werde ich darauf nicht weiter eingehen.

    Interessant auch, dass Du nicht erwähnst, dass KVK immer nach Schuldenkrisen eine Renaissance erlebten. Zum Beispiel 1998 in Russland, während der Asienkrise in Korea oder in Argentinien 2000/01. In den vergangenen Jahren gingen dann im Zuge der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve und der aus ihr folgenden Geldschwemme viele Schwellenländer zu schärferen Kontrollen über, da ihre Währungen zum Dollar stark aufwerteten.

    Leider hast Du auch mein Argument überlesen: [...]Ob man global regelmäßig und angemessen an die hohen Vermögen kommt, wage ich bis dato erst mal zu bezweifeln. Falls es aber gelingt, brauchen wir keine unnütze neue Geldtheorie, denn dann haben die Staaten das nötige Geld für staatliche Investitionen.[...]

    Ich habe also ein Gelingen erst mal offen gelassen.
    Eine andere Frage ist, ob staatliche Fiskalpolitik allein ausreichend Wachstum und Arbeitsplätze schaffen kann. (Wobei Keynes allerdings auf expansive Geldpolitik anspielte in seiner Theorie und nicht auf Fiskalpolitik). Doch auch staatlich gedrucktes Geld muss gedeckt sein (dazu untern).

    Um nun etwas konkreter zu werden und es für die Leser ausführlicher darzustellen, ist mir der Professor zu einseitig. Er stellt Schwächen der Neoklassik heraus aber nicht des Keynesianismus in offenen globalen Volkswirtschaften.

    Dem Professor scheint zudem nicht klar zu sein, warum die USA keine Austeritätspolitik fahren musste im Gegensatz zu Europa.
    Das liegt daran, dass der Dollar immer noch einer mächtige Weltwährung und von daher ausreichend „gedeckt" ist. Dollar werden überall nachgefragt in der Welt und in Dollar wird in vielen Schwellenländer investiert.

    Die Frage ist aber, wie lange das anhält. Denn die Geldflut der Fed hat die Probleme nur überdeckt, nicht aber gelöst. Zumal das Geld neue Blasen erzeugt hat und die Frage offen bleibt, ob die Fed aus der lockeren Geldpolitik unbeschadet wieder herauskommt, ohne in globale Liquiditätsfallen zu tappen

    Allein nur die Andeutung von Zinserhöhungen oder gar einer Kapitalverkehrskontrolle (KVK) wird zu massiven Kapitalabfluss führen in den Schwellenländern und diesen massiv schaden.

    Also nur die leichtfertige Ansage hier, dass USA die niedrigste Arbeitslosenquote hat, und der Vergleich zu Europa, mit dem der Professor gleich am Anfang keynesianisch in die Fanfaren bläst, ist zu kurz gedacht und doch eher rhetorisch, um uns die MMT gleich schon am Anfang „schmackhaft" zu machen.

    Auch den angeblichen Erfolg im japanischen QE-Modell, den er anfangs betont, kann ich nicht sehen. Zumal er hier beliebig USA mit Japan vergleicht, zwei völlig verschiedene Staaten.
    Es gab zwar einen positiven Anstieg der Industrieproduktion nach ungefähr zwei Jahren in Japan, aber dieser war nur temporär – ähnliches galt für den Preisindex und den Langfristzins.

    Was er hingegen nicht betont ist a) dass sich die Arbeitslosigkeit von 1990-2002 um mehr als das Doppelte erhöhte (2,1% auf 5,4%) und
    b) dass es für die (relativ zur USA) gemäßigte Arbeitslosenquote bei rückläufigem Wachstumsraten auch ganz andere Gründe gibt.

    Ein wichtiger Grund ist z. B., dass jap. Unternehmen ihre Angestellten eine hohe Arbeitsplatzsicherheit gewährten. Ging also die Produktion und Wachstum zurück, wurden Arbeiter nicht entlassen. D.h. der „Okun-Koeffizient" ist dort weit geringer als z. B. in den USA oder Europa. 5,4% Arbeitslosigkeit waren für japanische Verhältnisse sehr hoch.
    (Vgl. O.Blanchard/G.Illing:Makroökonomie,2009, 5. Auflage).

    Dann der Vergleich mit Samuelson, wo er sagt, dass eher in Griechenland Chaos ausgebrochen ist, wo Staatsdefizite gestrichen wurden, wobei er mal eben so ignoriert, dass gerade das unproduktive Staatsdefizit (Übermäßige Aufnahme billigen ausländischen Kapitals durch die Regierungen) mit eine wesentliche Ursache der Schuldenkrise und Preisinflation dort waren. Dazu gehört auch die staatliche Förderung von subprimekrediten in den USA und die Niedrigzinspolitik.

    Es ist zudem fragwürdig, wie ich im ersten Statement schon andeutete, dass der Staat überhaupt Wachstumsrückgänge und Arbeitslosigkeit dauerhaft abwenden kann.
    Denn wenn alle großen Wirtschaftsblöcke dieser Welt zeitgleich in einen konjunkturellen Abschwung eintauchen und in diesem Moment auch noch von einer Finanz-, Immobilien-, Kredit- und Konsumkrise erfasst werden, und erst mal die alten Schulden abgebaut werden, können steigende Staatsausgaben der drohenden Rezession bestenfalls ein wenig die Schärfe nehmen.

    Fortsetzung..

    Joachim Weiß 10:32am Sep 12
    Außerdem malt er ein Schwarz-Weiß-Bild (zwischen Neoklassik u. Keynesianismus), denn bezüglich der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken aber auch der ansteigenden Staatsverschuldung waren die vergangenen Jahrzehnte doch eher vom „Keynesianismus" geprägt, die Staaten haben also reichlich konsumtive Nachfrage geschaffen, besonders in den Südstaaten, woraufhin sich die staatlich initiierten Produktionskapazitäten ja erweitert haben (Multiplikatoreffekt).

    Ganz abgesehen davon, dass mit der staatlichen Förderung der Finanzierung von Eigenheimen in den USA – sogar für Käufer mit geringer Bonität – der Grundstein für einen großen Immobilienboom gelegt wurde.

    Man kann also nicht davon ausgehen, dass es zu wenig staatlichen/staatlich geförderten Konsum in Europa gab in den letzten Jahrzehnten, sondern dass Staaten massiv zur (konsumtiven) Kreditschwemme beigetragen haben. (Interessant nun, dass man hier nun postuliert, der Staat möge doch mehr Fiat money schaffen).

    Das wurde noch verschärft durch die Expansion von privaten
    (staatlich geförderten) Rentenversicherungen, wodurch sich die Staaten eine weitere Refinanzierungsquelle sicherten, indem sie die staatlich geförderten Fonds gezwungen haben, Staatsanleihen zu kaufen.
    Insofern war also das (neo-)klassische Dogma auf lange Sicht gar nicht vorherrschend. Nur dass die Staaten langfristig eher prozyklisch gehandelt haben, wovor Keynes ja stets gewarnt hatte - auch davon keine Rede bei diesem Professor.

    Ob man das Verhalten Europas „gold-standard-typisches Verhalten" nennen kann, sei mal dahingestellt. Die europäischen Staatsschuldenquoten sagen etwas anderes und von Mangel an staatlicher Nachfrage kann kaum eine Rede sein.

    -----------
    Die Grundprämissen der MMT stimmen auch nicht, a) dass einer Regierung aufgrund des Währungsmonopols NIE das Geld ausgehen kann und sie insofern von Steuern unabhängig ist (Bill Mitchel). Das ist zwar technisch richtig aber aus geldpolitischer Perspektive falsch.(vgl. im extremen Beispiel Simbabwe, Jugoslawien, Armenien, Peru). Es kommt immer darauf an, welche Wirtschaftskraft hinter der Währung steht und die globalen Auswirkungen von QE auf die Zinsen und Wechselkurse.

    Expansive Geldpolitik seitens der Zentralbanken führt zwar nicht zu starken Preisinflationsraten, wenn alle entschulden, aber durchaus politisches Handeln.
    Von NIE kann also schon mal keine Rede sein, denn das hieße im Umkehrschluss, der Staat kann immer drucken, soviel er braucht, und braucht sich um Fiskalpolitik (bzw. seine Haushaltspolitik) nicht zu scheren.

    b) dass der Geldwert aus der Motivation heraus entsteht, sie zu gebrauchen, weil die Regierung vorschreibt, sie für Steuern zu verwenden (Bill Mitchel). Das ist zwar e i n Aspekt aber ein ungenügender, um den Geldwert zu erklären.
    Werte sind auch Relationen zwischen Schuldeingehungen und Schuldentilgungen. Dazu gehört aber nicht nur die Steuerschuld.
    Entscheidend für den Wert ist die allgemeine Kaufkraft, die hinter der Geldmenge steht.

    c) dass Wechselkurse der Währung Ungleichgewichte aufgrund von Handelsdefiziten, Handelsüberschüssen etc. stets verrechnen/ausgleichen, was ebenfalls falsch ist, denn die Kaufkraftparität kann den Wechselkurs nicht eindeutig bestimmen
    (Christopher Bliss: The Rise and Fall of the Dollar, 1986,11).

    Auch der Hinweis auf John Law ist irrealistisch, da die heutige Währung schon längst durch Staatsanleihen „aufgeweicht" ist. Und bei den bereits bestehenden Staatsschulden – welche nur durch zukünftige Steuereinnahmen gedeckt sind – ist das Leistungspotential der Privaten längst ausgereizt.
    Das Leistungspotential leitet sich aus der privaten Gesamtverschuldung ab, wodurch das Geld gedeckt ist.

    Die Privaten müssen sich also insgesamt für die staatlichen Leistungen (Steuern) ja bereits mitverschulden, sprich die Staatsleistungen sind schon im privatem Leistungspotential/ in der privater Verschuldung enthalten. Eine z u s ä t z l i c h e Deckung kann ich hier nicht sofort erkennen, wenn der Staat fiat-money erzeugt.

    Will der Staat also Geld drucken und die Geldmenge erhöhen, kann er es nur machen, wenn seine Ausgaben die Produktivität und Wachstum erhöhen (also nicht nur die vorhandenen Kapazitäten auslasten). Ansonsten muss er das emittierte Geld irgendwo wieder entziehen, und zwar bei den Vermögenden, wo wir wieder bei den o.g. Problemen wären, die Vermögensdivergenz auszuhalten.
    Denn die überproportionale ungleiche Verteilung, wie wir wissen, ist ein wesentlicher Faktor für Beschäftigungs- und Wachstumsrückgänge.
    Wir sprechen hier nur von deficit spending, um die Wirtschaft und Wachstum wieder anzustoßen, was ich aber wie bereits gesagt für fragwürdig halte nach einem globalen credit boom, wenn alle entschulden.

    Doch die Frage ist, ob die Staaten (bzw. die Zentralbank durch direkte Staatskredite) dauerhaft Wachstumsrückgänge und Arbeitslosigkeit abwenden können durch Gelddrucken.

    Holger Lang 11:12am Sep 12
    In der Tat ein sehr sehenswerter Vortrag. Interessanterweise bin ich - ohne Kenntnis der MMT - in vielerlei Hinsicht zu ähnlichen Ergebnissen gelangt.
  • 02:27 UTC Es war höchste Zeit, Klartext zu reden, denn wenn...
    Otmar Pregetter 9:05pm Sep 11
    Es war höchste Zeit, Klartext zu reden, denn wenn man ...
    - „IRR-reale Beispiele aus dem Hut zaubert“,
    - sich nicht mal ansatzweise der Mühe unterzieht, eine empirische Evidenz
    zu erforschen ( ? ),
    - keinen blassen Schimmer von wissenschaftlichen BASICS hat,
    ... und sich dann auch noch arrogant und „großgoschert“ ... brüstet, man hätte das Rad neu erfunden,
    dann ist es allerhöchste Zeit, die kruden Thesen zum Zins wieder gerade zu biegen! Das tat ich.

    Joachim Weiß 9:14am Sep 13
    Verstehe diese Replik nicht, es sei denn, das Ego ist angekratzt und man ist unzufrieden. Ansonsten hätte Herr Pregetter ja im Blog von Herrn Kunze ganz normal antworten können.

    Die „Wiener Schmäh" hat sich aber längst schon herumgesprochen, das ändert sich auch nicht dadurch, indem Ihnen ein paar Alumni zuklatschen. :-)

    Betrachtet man unzählige Kontrakte mit verschiedenen Fristen , sind Bankzinsen tatsächlich kein wirkliches Problem, zumal Bankzinsen über Steuern, Dividenden, Betriebskosten, Löhne und Gläubigerzinsen in einem dynamischen System makro-ökonomisch nicht wirklich fehlen.

    Nur wirklich erwirtschaftete Gewinne dürfen übrigens verbucht werden.

    Fehlen tut Liquidität erst, wenn alle Eigner und Gläubiger der Banken anfangen dauerhaft zu „horten" bzw. zu spekulieren.

    ( = „Spekulationskasse, Vorsichtskasse"). Beispiel: Durch externe Schocks z.B. wird plötzlich Liquidität aus Schwellenländern abgezogen; oder Rentenfonds halten hohe Summen an gesparten Bankguthaben (Tagesgelder etc.); oder nicht-/finanzielle Unternehmen bilden Rücklagen (Vorsichtskasse). Aber auch hier sind die Fristen der Forderungen zu beachten. Die Guthaben z.B. aus einem 30-jährigen Annuitätendarlehen verschwinden nicht sofort aus dem System. Die Guthaben können also Forderungen (Ratenzahlungen) aus Vorperioden oder kürzerfristige Kredite bedienen.

    Das trifft generell aber auf alle Einkommen von Banken u. Nichtbanken zu.

    Ein Ponzisystem bzw. ein „Druck zur Aufschuldung" ist aus den (angeblich nicht mitgeschöpften) Bankzinsen nicht auszumachen in der Realität. Das sind reine Gehirnmodelle, doch Modelle müssen sich immer an der Gesamtrealität prüfen lassen.

    Sondern die unzähligen Kreditaufnahmen in der globalen VoWi erfolgen systeminhärent aus ganz anderen Zwängen, ganz unabhängig von „fehlenden Bankzinsen". Diese Zwänge hatte ich schon mehrfach gepostet und sind empirisch NICHT zu widerlegen.

    Und Zinsforderungen werden nachweislich überwiegend durch Nichtbanken kumuliert wie zum Beispiel Investmentfonds, Rentenfonds etc.

    Wir halten fest: Der„ fehlende Zins" ist stets eine Cash-Flow-Größe wie alle „fehlenden monetäre Renditen".

    Der Zins "fehlt" im Cashflow. Dann "fehlt" aber der Zins nicht an sich, weil er nicht da ist, sondern nur weil er "woanders" (nicht zahlungswirksam) ist. Dieses Problem (Akkumulation) ist aber unabhängig davon, ob es Zinsen gibt oder nicht (jedoch verstärkt Zins die Akkumulation).

    Wollen also alle Teilnehmer laufend ein monetäres Plus in Nachfolgeperioden, muss auch die Geldmenge ausgeweitet werden. Das trifft aber auf alle Einkommen zu in der VoWi und es macht wenig Sinn, hier nur den Gläubigerzins/Eignerzins der Banken zu betrachten.

    Was in der Gewinn- und Verlustrechnung der Bundesbank im einzelnen aufgeführt ist, ist nicht immer zahlungswirksam.
    Man muß also versuchen, aus der GuV-Rechnung die Cash-Flows herzuleiten. Die Zinseinnahmen und Zinsausgaben sind zahlungswirksam, die Gehälter sind es auch, die Bildung oder Auflösung von Rückstellungen sind erfolgswirksam, aber nicht zahlungswirksam.

    Gruß

    Johann Maier 9:27am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

    E-Mail : sarah-wolski@mail.com

    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!
  • 02:27 UTC "Wie wir an anderer Stelle näher ausgeführt habe...
    Stephan Ochsenfurt 10:30am Sep 15
    "Wie wir an anderer Stelle näher ausgeführt haben (vgl. hier und hier), sind weder Bankreserven erforderlich, um Kredite vergeben zu können, noch existiert in der realen Welt ein Mechanismus wie der Geldschöpfungsmultiplikator (vgl. zum Folgenden auch Mitchell 2015, S. 359-377). Letztendlich basieren diese im Mainstream weiterhin gängigen Vorstellungen auf der irrigen Annahme, dass Banken Institutionen sind, die Einlagen einwerben, um Reserven aufzubauen, mit denen sie die erforderlichen Finanzmittel zur Weiterverleihung (mit einem Margenaufschlag) erhalten.[2] Tatsächlich ist in der Realität die Kreditvergabe der Banken nie durch einen Mangel an Reserven beschränkt. Banken gewähren Kredite an alle kreditwürdigen Kunden, die sie finden können, und zwar unabhängig von dem speziellen Reservebestand, über den sie zum Zeitpunkt der Genehmigung eines Kredits gerade verfügen."

    Stephan Ochsenfurt 10:51am Sep 15
    "Das Hauptproblem in der Eurozone ist, dass die Ausgaben des Privatsektors nach wie vor zu gering sind und dass die Regierungen durch den Fiskalpakt daran gehindert werden, den Rückgang der Privatausgaben auszugleichen. Die einzige Möglichkeit, die entstandene Ausgabenlücke zu füllen, bestünde darin, dass der Staat entsprechend seine Ausgaben erhöht und damit die Konjunktur wiederbelebt. Das würde auch die Deflationsgefahr bannen. Gefordert wäre folglich eine expansive Fiskalpolitik in der Eurozone mit deutlich erhöhten staatlichen Budgetdefiziten in allen Mitgliedsländern, insbesondere in Deutschland."

    Joachim Weiß 10:56am Sep 15
    [...]"Wie wir an anderer Stelle näher ausgeführt haben (vgl. hier und hier), sind weder Bankreserven erforderlich, um Kredite vergeben zu können, noch existiert in der realen Welt ein Mechanismus wie der Geldschöpfungsmultiplikator[...]

    Das ist zwar in Bezug auf den ersten Satz teilweise (!!) richtig und auch der Multiplikatormodell ist falsch,
    es ist dennoch wenig zielführend, diesen indifferenzierten Unsinn laufend zu wiederholen. (Dazu mein Beitrag weiter unten:„Die Plattitüde mit dem Geld aus dem Nichts").

    [...] Tatsächlich ist in der Realität die Kreditvergabe der Banken nie durch einen Mangel an Reserven beschränkt. Banken gewähren Kredite an alle kreditwürdigen Kunden, die sie finden können, und zwar unabhängig von dem speziellen Reservebestand, über den sie zum Zeitpunkt der Genehmigung eines Kredits gerade verfügen."[...]

    Das ist nun mal falsch. Wenn es keinen Mangel gäbe, wieso müssen Banken dann ständig verzinste Verbindlichkeiten ggü Banken oder Nichtbanken aufbauen? Wozu Festgeld- und Tagesgeldkonten oder die Emission von Covered Bonds, Pfandbriefen u.ä.?

    Banken müssen sich also überwiegend im Nachhinein die Reserven verschaffen unter Beachtung der Fristen. Denn Banken, die nicht rechtzeitig zum Termin tilgen (Kapitalmarkt,Interbankenmarkt, ZB), bekommen keine Anschlussrefinanzierung und müssten dann eigenes Vermögen verkaufen, um liquide zu bleiben.

    Auch eine Umwandlung von nullfristigen Sichtguthaben in (verzinste) Sparguthaben mit Frist ist eine Art Refinanzierung, weil es verhindert, dass der Kunde während der Frist Reserven abzieht
    (Überweisungen oder Bargeld).

    Es geht ergo nicht nur um den Zeitpunkt der Kreditvergabe sondern was im Nachhinein passiert. (Zu- und Abflüsse an Zentralbankgeld).
    Wichtig dabei sind auch immer die Fristen. Nicht alle Banken können „aus kurz lang machen", d.h. langfristige Kredite kurzfristig refinanzieren, und mit den neuen Bankenregulierungen wird das auch für Großbanken massiv eingeschränkt und ist nicht mehr in dem Umfang möglich wie vor der Krise.

    Dann schreibt er richtigerweise
    [...]die Banken wissen, dass sie sich, sofern sie knapp an Reserven sind, diese auf dem Interbankenmarkt von anderen Banken oder – wenn dies nicht möglich ist – bei der Zentralbank leihen können. [...]
    Die Zentralbank, die das Monopol zur Schöpfung von Zentralbankgeld (Bargeld und Bankreserven) besitzt, kann den Banken nicht einfach ihren „Kredithahn zudrehen“,

    Richtig. Aber i.d.R.nicht unbegrenzt. Zentralbanken haben kurze Fristen bei den Tendern. Auch LTROs sind begrenzt und die „TLTRO" gehen maximal 4 (?) Jahre. Das war aber nur eine Ausnahme wegen der Liquiditätskrise der Banken und ist nicht die Regel. Ob diese sinnvoll und hilfreich sind, darüber gibt es kontroverse Meinungen.
    Zumindest lässt sich daraus nicht schließen, dass Banken nun unbegrenzt Kredite vergeben können ohne ein Liquiditätsmanagment und Beachtung der Fristen bei der Refinanzierung..

    Die Zentralbank kann also allein schon durch die Fristen Einfluss ausüben. Noch kürzere Fristen hat der Interbankenmarkt, also Banken verleihen sich untereinander nur kurzfristig Geld.

    Ein Rückkaufgeschäft mit der ZB muss demnach rechtzeitig erfüllt werden, vorher gibt es keine neuen Reserven von der ZB.
    Auch andere Konditionen wie die Sicherheiten, die die Banken i.d.R. hinterlegen müssen müssen, haben restriktiven Charakter. Das ändert auch nichts daran, dass die ZB die Standards während der Krise vorübergehend aufgeweicht hat.
    Diese Aufweichung gilt aber für den Interbankenmarkt schon mal gar nicht.

    Zum jeweiligen Erfüllungstermin der Repogeschäfte muss die Bank also über notwendige Reserven verfügen, um diese bei der ZB zu erfüllen.
    Hat sie diese nicht, braucht sie wie gesagt erneut eine Anschlussrefinanzierung von anderer Stelle sprich einer anderen Bank oder am Kapitalmarkt, oder sie verkauft Vermögen.

    [...]kann den Banken nicht einfach ihren „Kredithahn zudrehen“, sondern muss sie – und mithin das Gesamtsystem – stets in adäquatem Umfang mit Reserven (Liquidität) versorgen. Täte sie dies nicht, würde sie nicht nur die Banken in Zahlungsprobleme stürzen, sondern letztlich das gesamte Finanzsystem und somit die Volkswirtschaft insgesamt massiv destabilisieren[...]

    Das trifft nur bei einem Bail-out zu, wenn Banken systemrelevant werden. Die Liquiditätsrichtlinien sind aber nun verschärft worden.
    In credit boom Perioden kann die Zentralbank durchaus restriktiv handeln und Reserven teurer machen. Doch die Niedrigzinspolitik der Fed und anschließend der europäischen Zentralbank hat entscheidend zur Überhitzung des Kreditmarktes besonders im Hypothekenbereich beigetragen.

    Von Ende 2000 bis Ende 2001 wurde der Leitzins von 6,5 % auf 1,75 % reduziert und für drei Jahre auf unter 2 % belassen. Die historisch niedrigen Zinsen förderten in der Folge wie gewünscht den Immobilienmarkt. Über einen stärkeren Immobilienmarkt sollten dann die Konsumausgaben steigen, bis schließlich Investitionen und Exporte wieder auf einem gesunden Niveau ankommen.

    Dann stiegen die Leitzinsen in Trippelschritten von 1 % Mitte 2004 auf 5,25 % Mitte 2006. Diese Zinserhöhung kam viel zu spät und m Laufe des Jahres 2006 fällt die Eintrübung des Immobilienmarktes durch die gestiegenen Leitzinsen und einem großen Volumen an kritischen Krediten zusammen, denn da sich der Leitzins in den USA in der Zwischenzeit vervielfacht hat, bedeutete diese Umstellung mindestens eine Verdopplung der Zinsbelastung für die Schuldner.

    Nur weil die Geldpolitik nun versagt hat, kann man daraus nicht schließen, dass Zentralbanken Reserven bis zu einem gewissen Grad nicht verteuern und verknappen können. Sie dürfen natürlich nicht das reale produktive Wachstum behindern.

    [...]Nach der traditionellen Lehre stellt also die Menge an Reserven eine bindende Begrenzung für die Kreditvergabe dar, und eine Zunahme der Bankreserven stattet die Banken mit zusätzlichen Ressourcen für eine Kreditausweitung aus. Eine ursprüngliche Reserveaufstockung (also jeder Euro an neuen Reserven, der einer Bank zufließt) wird vom Bankensystem in ein Vielfaches an neuen Einlagen umgewandelt[...]

    Nicht eine alleinige bindende Obergrenze für die Kreditvergabe aber Reserven sind mit ein entscheidender Faktor. Ohne Schattenbanken oder Conduits hätten die Banken die Fristentransformation vor der Krise gar nicht in dem Ausmaß gestalten können

    Es geht dabei auch nicht um die Multiplikatortheorie, welche sich zurecht als Unsinn herausstellte.
    Banken haben Spielräume, um den Reservenbedarf zu umgehen a) durch bi-/mulitlaterales Clearing und b) durch die „Bodensatztheorie", d.h. eine gewisses Guthaben bleibt immer auf den Konten und wird nicht überwiesen oder bar abgehoben und kann zur Refinanzierung für kurzfristige mit einkalkuliert werden. Allein auch schon deshalb, weil nicht alle Kunden ihr Gehalt sofort am Monatsanfang konsumieren.

    Wobei der Bodensatz aus Giroguthaben nicht ausreicht, sonst würden Banken keine verzinsten Tagesgeldkonten anbieten, um ihren Bodensatz zu erhöhen.

    Clearing hingegen heißt, dass nur der Saldo (aus Zu- und Abflüssen) an Reserven zum Tagesende benötigt wird, um das ZB-Konto auszugleichen, welches nicht überzogen werden darf.

    Alles weitere im Beitrag etwas weiter unten: „Die Plattitüde mit dem Geld aus dem Nichts"

    Gruß

    Joachim Weiß 12:22pm Sep 15
    [...]"Das Hauptproblem in der Eurozone ist, dass die Ausgaben des Privatsektors nach wie vor zu gering sind[...]

    Nein, das Hauptproblem ist die zu hohe Verschuldung ex ante. Haushalte, die auf Kredit gekauft haben, entschulden sich erst mal und konsumieren dementsprechend weniger.

    Leider übersieht Flassbeck auch, dass auch die (renten-)sparenden Haushalte sehr wohl auch Konsumentenkredite / Dispokredite am Laufen haben.
    Zudem haben die Rentensparfonds auch einen großen Anteil an Staatsanleihen, wobei der Staat ja ebenfalls konsumiert hat.

    Es ist absurd, dass nach einer Kreditblase der Staat nun erneut seine Ausgaben erhöhen sollte über einen Budgetdefizit. Das ändert an dem Dilemma nichts. Nach einer zu hohen Kreditblase folgt immer auch eine Flaute, vor allem in den Südstaaten. Ds heißt aber noch nicht dauerhaft Deflation bzw. Abwärtsspirale und schon gar nicht für ganz Europa. Wir haben bis jetzt immer noch eine leichte Teuerungsrate, wenn auch unter dem Inflationsziel der EZB von 2%.

    Ob überhaupt die Gefahr einer Deflationsspirale besteht, auch darüber gibt es kontroverse Meinungen. Siehe hier:
    http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article123904266/Die-uebertriebene-Angst-vor-dem-Deflationsgespenst.html

    Wir haben es auch nicht mit einer einfachen Konjunkturflaute zu tun, wie Flassbeck hier suggeriert, die man einfach mal so glätten könnte.
    Es wurden schlicht weg durch massives Kredit-Leveraging Überkapazitäten geschaffen, die nun abgebaut werden.
    Flassbeck und Konsorten wollen das (wie die Fed) durch QE lösen, weil man halt nur kurzfristig denkt. Langfristig bewirkt QE keine Lösung sondern erzeugt eher neue Blasen und Akkumulation.

    Johann Maier 9:27am Oct 1
    Guten Tag,

    Ich biete Darlehen zu allen aufrichtigen Personen an und ehrlich jene, die davon Bedürfnis haben. Ich kann Sie von den gehenden Darlehen von 1000 bis 2.000.000 und sogar mehr verleihen, da wir zwischen Privatpersonen sind, mein Zinssatz bin sehr richtig, er variiert von 3% das Jahr ungeachtet der verlangten Summe, die Rückzahlungsdauer beträgt 1 Jahre 20 Jahre natürlich nach der geliehenen Summe. Mich für Ihre Bedürfnisse von Finanzierung Darlehensantrag kontaktieren stehe ich zu Ihrer Verfügung. Sind nicht unentschlossen, mich durch Mail für mehr Auskunft zu kontaktieren, wenn Sie davon Bedürfnis E-Mail haben: sarah-wolski@mail.com

    E-Mail : sarah-wolski@mail.com

    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!
  • 02:27 UTC Friedrich A. Hayek und entnationalisierte Währung...
    Joachim Weiß 3:12pm Sep 15
    Friedrich A. Hayek und entnationalisierte Währungen - Kritik

    Ich möchte noch einmal aus debitistischer Perspektive zusammenfassend darstellen, dass es zum Geschäftsbankengeld mit dem dahinter liegenden staatlichem Geld auf der zweiten Stufe erst mal keine Alternative gibt, es sei denn, wir würden eine gänzlich neue Wirtschaftsordnung haben.

    „Herrschaftsloses Geld" á la Hayek, welches auf dem freien Markt* entstehen würde, wäre entweder
    a) eine Metall- oder Rohstoff-Währung („Gutscheine")
    b) oder umlauffähige „Gutscheine" bzw. „Schuldscheine" oder Wechsel von hochproduktiven und haftenden vertrauenswürdigen Gläubigern.
    Beides gäbe dem Geld eine „Deckung" – warum aber a) eigentlich keine echte Deckung darstellt, dazu gleich mehr.

    Bei b) haften die Gläubiger mit ihrem Eigentum und geben aber zusätzlich die Garantie bzw. vermitteln das Vertrauen, dass sie für die Deckung ihres emittierten Geldes auch zukünftig (unter Existenz-/Schuldendruck) regelmäßig Güter/Dienstleistungen produzieren, so dass jeder Geldhalter „sicher" sein bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen kann, dass sein Geld auch in 10 Jahren oder länger als Wertaufbewahrungsmittel noch Kaufkraft hat.
    ---
    * Freie Märkte würde allerdings voraussetzten,
    dass wir völlige machtlose monopol-/oligopolfreie Märkte und völlige Informationssymetrie hätten, also eher in den Bereich Utopie
    ----
    In einem freien Wettbewerb würden die Menschen gedeckte Währungen den ungedeckten immer vorziehen. Deckung heißt aber nicht nur, was gegenwärtig in den Warenlagern/Rohstofflagern liegt oder als Pfandgut (zum Marktpreis) hinterlegt ist wie Maschinen, Gebäude u.a. Kapitalgüter, sondern was permanent und auch zukünftig an (Kapital-/Konsum-)Gütern produziert wird.

    Das ist auch logisch, denn wenn heute alle aufhören zu produzieren, ist in Folge alles Geld und auch die Pfandgüter (Maschinen, Gebäude, Fuhrpark) preislich nichts mehr wert. Dann könnten die Lager bestenfalls noch einmal geräumt wären und es wäre Schluss.

    Es würde lediglich noch ein privater Gebrauchswert der Kapitalien zurückbleiben. Denn Maschinen, LKW-Flotten, Schiffe, Patente oder Fabrikhallen u.v.a., die keine zukünftigen monetären Einnahmen mehr erzielen bzw. regelmäßig keine Konsumgüter mehr produzieren, sind wertlos.

    Wer dann noch Geld(guthaben) hat, ist arm, weil es keine Kaufkraft mehr hätte. Da würde gesamtwirtschaftlich auch kein Gold mehr helfen, wenn niemand mehr etwas produziert.
    (Ich möchte aber jetzt nicht von einem hypothetischen Crahszustand philosophieren. Das überlasse ich den Goldbugs).

    Auch die Zentralbanken haben kein bloßes Gold zum Gewicht x in ihren Bilanzen verbucht, sondern monetär bewertetes Gold zu Marktpreisen mit einem passiven bilanziellen Gegenposten. Marktpreise entstehen logischerweise aber nur, wenn die Wirtschaft laufend unter Produktionsdruck steht und damit Güter zu Preisen produziert und in Verbindung damit auch Geld(guthaben) geschöpft werden. Und je mehr Geld(guthaben) geschöpft werden, desto volatiler u.U. die assetpreise
    Wir sehen also, dass Gold auch nur ein beliebiges Gut ist wie jeder andere Rohstoff und keine bessere Deckung darstellt als andere Rohstoffe oder Kapitalgüter.

    Von daher war z. B. die Ablösung vom Goldstandard auch konsequent. Ein obsoletes Verbleibsel aus alten Zeiten aber ein beliebtes Spekulationsprodukt für die Goldbugs und ein begehrter Rohstoff für Schmuckproduzenten u.ä.. Wenn also im Internet besonders für Gold propagiert wird zur angeblich besseren Stabilität der Währung, kann man sicher sein, dass dahinter oftmals irgendwelche monetäre Interessen stehen.

    Denn als Währungsanker macht es wenig Sinn, genauso wie ein „globaler Rohstoffkorb".
    Denn das ist schon deshalb unlogisch, weil sich unser BIP hauptsächlich von den Rohstoffen nur „ableitet". Wir tauschen ja nicht Erdöl gegen Weizen. Welche Geld„menge" (oder besser -summe) sollten wir also der Rohstoffmenge/ dem Gold äquivalent zuordnen?

    Erst durch die Verarbeitung der Rohstoffe entstehen ja zahlreiche Güter und Dienstleistungen, welche das wachsende BIP bestimmen.
    Daraus ergibt sich dann eine bestimmte benötige wachsende Geld(guthaben)menge, um ein Maximum an Transaktionen im Güterbereich möglich zu machen.

    Und der gegenwärtige Konsumgüterhaufen in den Lagern kann Geld auch nicht dauerhaft decken, sondern wie gesagt nur einmalig bis zur Lagerräumung.
    Die benötigte und relevante Geldmenge ergibt sich hingegen aus der Gesamtverschuldung aller Wirtschaftenden und die Deckung durch deren Bonität. Warum ist das so?

    Diese haben nämlich in Summe bestimmte Produktionspläne/Kaufpläne, wozu sie Geld brauchen, um zahlungsfähig zu sein, welche sie aber oftmals noch gar nicht auf dem Konto haben.
    Obwohl sie also noch nicht liquide sind, müssen/wollen die Privaten aber wirtschaften und Bezahlungen tätigen, also gehen viele in Vorfinanzierung, nicht nur um die Rohstoffe/ Maschinen/ Betriebsmittel u.v.a. zu kaufen und zu bezahlen, sondern auch damit zukünftig die Produktion im Wettbewerb aufrecht zu erhalten.

    Der ganze Produktionsprozess basiert also auf zahlreichen Vorfinanzierungen und damit „Versprechungen", dessen Erfüllung in Geld, sprich die endgültige Tilgung des Kredites, erst zu einem zukünftigen Erfüllungstermin stattfindet, falls diese Umsätze am Markt realisiert werden können. Unsere Deckung des Geldes hat also immer etwas mit der Zukunft und Versprechen zu tun, sowohl seitens Unternehmer als auch der privaten Haushalte.
    Durch diese zahlreichen Vorfinanzierungen vieler Unternehmer kommt es zu einem notwendigen Aufschuldungsprozess, damit private Wirtschaft überhaupt erst Dynamik erhält und der Produktionsprozess für viele entstehen kann.

    Wenn jemand z. B. eine Hotelanlage baut, oder ein Spediteur LKWs kauft, oder eine Werft Schiffe baut, müssen diese Unternehmer sich oftmals erst viele Jahre vorfinanzieren und Kredit nehmen um überhaupt zu starten bzw. zu wirtschaften. Über viele Jahre verteilt (je nach Kredithöhe, Kosten und Umsatz) können sie dann den Kredit langsam amortisieren oder einmalig tilgen. Während der Kreditlaufzeit können sie aber dennoch wirtschaften und aus ihren Umsätzen sämtliche fixen und variablen Kosten begleichen (Betriebsmittel, Löhne, Gewinne etc.) sprich am „Markt" teilnehmen.

    Da des einen Schulden die Guthaben des anderen sind, (denn die Kreditnehmer überweisen ihr Geld ja an andere Unternehmen und Haushalte), kommt es irgendwann dazu, dass stärkere Unternehmen Guthaben akkumulieren und dann sogar aus dem eigenen Eigenkapital investieren können (ohne Kredit bzw. Fremdkapital aufzunehmen).
    Andere Unternehmen brauchen hingegen mehr Zeit, ihre Pläne über die Umsätze zu realisieren und haben längere Kreditlaufzeiten.

    Wird Guthaben dann noch zusätzlich akkumuliert, weil die Ausgabepläne der Haushalte und Unternehmen nun mal verschieden sind, und nicht alle im Gleichschritt wirtschaften und sofort alles verausgaben, kommt es an anderer Stelle zu Liquiditätsmangel in der Wirtschaft, es braucht also zusätzliche Aufschuldung/Geldschöpfung, um diesen Mangel laufend zu überbrücken.

    Diese notwendige Aufschuldung kann wiederum entweder dadurch geschehen, indem durch Kredite gänzlich neues Geld emittiert wird oder indem Fondgesellschaften u.ä. und der Staat (in Form von Anleihen) schon bestehende akkumulierte Überschüsse der Sparer (welche aus früheren Verschuldungen entstammen) aufnehmen. Dabei wird allerdings die Geldmenge nicht ausgeweitet sondern die Überschüsse aufgenommen und wieder in die „Zirkulation" gebracht. Somit sind Tilgungen (oder Akkumulation) an anderer Stelle wieder möglich. Da durch Tilgungen die Geldmenge aber sinkt, ersetzt dies Staatsverschuldung ( = privater Geldvermögensaufbau) niemals die private Neuverschuldung bei der Bank (Bilanzverlängerung).

    Es entstehen über Fondsparen bzw. dem Staat nur neue private Verschuldungsketten mit neuen Forderungen und Erfüllungsfristen.

    Alles in allem erkennen wir, dass die benötigte emittierte Geldsumme sich nicht an einer Goldmenge/Rohstoffmenge ausrichten kann, sondern nur an den Produktionsplänen (Verschuldungs-/und Sparplänen) vieler Privater, welche auf Gewinne und Kostendeckung hoffen, wobei die Schuldner mit ihrem Eigentum und ihrem Leistungs-/Zahlungsversprechen haften.

    Je nach Marktlage ergibt sich hier eine bestimmte Bonität der Schuldner. Je mehr bonitäre Schuldner, desto höher die Deckung der Geldguthaben. Je mehr „schlechte Schuldner", desto geringere Deckung der bestehenden Geldmenge.

    Die Bonität ergibt sich daraus, wie gut ein Unternehmer plant und den Markt permanent bedienen d.h. künstliche Nachfrage erzeugen kann, um regelmäßig an die wertvollen Schuldentilgungsmittel/Zahlungsmittel zu kommen. Je länger die Laufzeiten der Kredite, desto mehr wirtschaftlicher Spielraum für die Privaten, desto höher allerdings das Marktänderungs-/Preisänderungsrisiko.

    Aus diesem Umstrand heraus musste auch mit der ständigen Expansion der arbeitsteiligen Wirtschaftsräume die Goldparität aufgeweicht werden (unabhängig jetzt mal von staatlichen oder Bankinteressen), da der Liquiditätsbedarf immer höher war als die Goldmenge bzw. man mit der Goldmenge in der Produktion nicht nachkam, um die Liquidität bzw. sämtliche Vorfinanzierungen der Wirtschaftenden sicherzustellen.

    (Dazu kommt noch, dass die Rohstoffabbau in den Minen heute ebenfalls sehr hoch vorfinanziert ist. Auch Gold ist also kein absolutes Gut, sondern wird durch Verschuldung produziert und unterliegt auch starken Wertschwankungen am Markt).
    Wirtschaft ist ergo keine Tauschveranstaltung, auch wenn es teilweise so aussieht und wenn die Neoklassiker immer geglaubt haben, Geld ist nur ein neutraler Schleier über den Gütermärkten, sondern Wirtschaft ist überwiegend ein kreditärer Prozess und immer in die Zukunft (auf zukünftige Amortisation) gerichtet. Die Tauschprozesse (Geld gegen Ware) ist nur das letzte Ende der Kette im Produktionsprozess.
    Und je mehr Unternehmer bereit sind, Kredite aufzunehmen und mit ihrem Eigentum zu haften, desto mehr Wirtschaft entsteht und desto höher ist die Geldmenge und damit aber auch die Akkumulation.

    Tritt also der Staat dazu noch ins Spiel als „infallibler" Schuldner, können Kreditlaufzeiten noch weiter gestreckt werden, da private Haftungsräume erweitert werden. Zudem bringt der Staat als Ersatznachfrager hortende Überschüsse wie gesagt wieder in die „Zirkulation", wodurch an anderer Stelle wieder Umsätze realisiert und Schulden getilgt werden können. Dadurch steigt zwar die Staatsverschuldung (private Geldvermögen), es können aber Deflationen/Rezessionen verhindert oder zumindest lange hinausgezögert werden und es kommt u.U. zu Wachstumsbeschleunigungen.

    Hätte man die Goldparität ergo nicht aufgeweicht (egal ob staatlich oder seitens der Banken im „free banking"), hätte sich der Kapitalismus/die arbeitsteilige Wirtschaft nicht dynamisch expandieren können. Es wären niemals so viele Unternehmen (und damit monetäre Einkommen) entstanden wie sie sich bis heute entwickelt haben, da die Liquidität für Vorfinanzierungen und Kredite schlicht weg an allen Ecken und Enden gefehlt hätten. Es hätte auch keine Industrialisierung ohne Kreditprozesse gegeben.

    Es wäre ein Spiel weniger und die arbeitsteilige Wirtschaft würde sich überwiegend (aufgrund des niedrigen Geldvolumens) auf sehr niedrigem Subsistenzniveau abspielen. Vor allem dann, wenn es auch noch zu Goldhortungen kam, wie es historisch auch vor der Entstehung der Banken der Fall war. Die Kreditschöpfung musste damals auf „gute Handelswechsel" begrenzt sein, welche unter Händler kursierten.

    So waren zum Beispiel Banken in Frankreich / Deutschland im 19. Jh. lediglich dazu verpflichtet, ein Drittel des Wertes der von ihnen in Umlauf gebrachten Banknoten in Gold vorrätig zu halten. Der Notenumlauf, der nicht durch Gold gedeckt war, wurde durch gute Handelswechsel mit einer Fälligkeit von höchstens drei Monaten gedeckt.

    Der Kapitalismus entfaltete sich historisch betrachtet bis heute erst richtig durch private umlauffähige Schuldtitel (private Wechsel, Goldzertifikate) und durch Banken, die sich notwendigerweise mitentwickelten, da sie das Eigentum von Gläubigern konzentrierten und die Überprüfung der Schuldner übernahm.

    Man kann also erkennen, dass eine Aufweichung des Goldstandards nicht nur staatlichen Machtinteressen diente (obwohl diese ihnen sehr entgegen kam, denn je mehr private Kredite und je mehr Produktion, desto mehr Steuern und Abgaben sind möglich), sondern generell notwendig ist in einer Wirtschaft, um zu Wachstum zu gelangen.

    ZU HAYEKS ENTNATIONALISIERTEN WÄHRUNGEN

    Das Vertrauen in die Geldemission (auch international) entsteht heute (trotz Krise) immer noch dadurch,

    a) dass die Geschäftsbank ein „besserer" Schuldner ist als ein privater Emittent, der z. B. (digitale) Wechsel oder Gutscheine emittiert.

    b) indem die Zentralbank zusätzliche Kontrolle über die private Geldschöpfung hat.

    zu a) Denn eine Bank deckt das Buchgeld, welches im privaten Kreditprozesse entsteht (wir erinnern uns, es sind die privaten Schulden, die die Bank in ihre eigene Bücher schreibt und als Giralguthaben umlauffähig macht), nicht nur überwiegend durch ihr haftendes (Kern-)Eigenkapital bzw. durch ihre zusätzliche Risikoübernahme, sondern, indem sie private Pfänder der (möglichst bonitären) Kreditnehmer und deren Leistungsversprechen „monetisiert". Zudem hat sie die Möglichkeit der Risikostreuung und der Fristentransformation. Das alles könnten einzelne Nichtbanken unter sich kaum oder gar nicht leisten.

    Da wir der Bank als Dienstleister ergo eine höhere Kompetenz zuschreiben in all diesen Aufgaben als den Privaten, überlassen wir die Geldschöpfung den privaten Banken, die für uns laufend die liquiden Mittel schafft, um laufende Zahlungen bzw. Käufe und Verkäufe zu ermöglichen.
    Es werden zwar auch unter Privaten Lieferantenkredite gewährt (verzögerte Zahlungsfristen) aber nur kurzfristig. Kredite unter anonymen Privaten sind halt sehr begrenzt.

    Und sollen diese Kredite auch noch kursant sein und als Geld bzw. allgemeines Zahlungsmittel/Schuldentilgungsmittel dienen, kämen nur
    (digitale oder physische) Wechsel von starken Gläubigern /-gemeinschaften in Betracht. Es gäbe dabei ohne Bank weder eine Risikostreuung noch eine Fristentransformation oder zusätzliche Haftungsebenen. Das Privatgeld würde somit schnell versiegen.

    Banken schaffen hingegen ein einheitliches Zahlungsmittel/Schuldentilgungssmittel ( = Giralgeld) mit hoher und breiter Akzeptanz für alle Nichtbanken. Die Akzeptanz und Deckung leitet sich wie gesagt dadurch ab, dass sowohl Gläubiger der Banken mit ihrem Eigenkapital haften (vorwiegend Aktionäre) als auch die vielen Kreditnehmer/Gläubiger der Banken mit ihren Pfändern und Leistungsverprechen.

    Die rechtzeitige Erfüllung der Versprechen der Schuldner zum vereinbarten Erfüllungstermin wird von den Banken im Eigeninteresse kontrolliert. Dadurch ist die Deckung des Geldes von dieser Hinsicht zumindest gewährleistet (ungeachtet mal des Kreditrisikos).

    zu b) Damit die Geldemisison aber nicht unkontrolliert verläuft bzw. die Kontrolle NUR den privaten Banken unterliegt, steht hinter den Geschäftsbanken noch die Zentralbank als „lender of last resort" ( oder besser: lender of last liquidity) welche als einzige Institution gesetzliches und für alle gültiges Geld schöpfen darf, und somit geldpolitischen Einfluss behalten will.

    Die staatliche Währung ist auch die einzige Währung, die den gesamten Währungsraum (inclusive der vielen dokumentierten Leistungsverprechen aller privaten Schuldner, welches dem Geld die Deckung gibt) repräsentiert und abbildet.

    Also auch wenn die Nichtbanken sich mit ihrem geschöpften Geschäftsbankengeld (wie oben beschrieben) ihre Schulden gegenseitig saldieren (bzw. tilgen) und Käufe und Verkäufe tätigen, müssen Banken letztlich dennoch stets untereinander dafür sorgen, dass diese private Kredittilgung sich auch in diesem gesetzlichen Zahlungsmittel im Interbankenmarkt vollzieht (auf der Aktiva ihrer Bilanz ein Ausgleich stattfindet).

    Dazu müssen Banken laufend private Schuldtitel (überwiegend Staatsanleihen), welche aus den beschriebenen privaten Kreditprozessen entstehen, im Rahmen der „Repogechäfte" (Geschäfte mit Rückkaufvereinbarung zum fixen Termin) bei der Zentralbank einreichen, um sich gesetzliches Zahlungsmittel zu besorgen, welches dann erst ENDGÜLTIG schuldtilgend sind zwischen den Banken.

    Eine Überweisung von Buchgeld von Bank A nach B ist erst mal nur schuldtilgend im Nichtbankenbereich, also zwischen den Privaten.
    Jede Kredittilgung muss aber entweder sofort oder verzögert
    (Interbankenkredite) auch im Interbankenbereich erfolgen.

    Die Zentralbank behält dabei überwiegend die Kontrolle über die gesetzliche Geldmenge, indem sie bestimmt, wie lange die Laufzeiten der eingereichten Schuldtitel sind und welche Qualität diese haben dürfen im Rahmen der Tenderauktionen. In „credit boom" - Perioden kann sie zusätzlich über den Zinskanal oder Offenmarkt Einfluss nehmen auf ihre staatliche Geldmenge und somit auch auf die private Geldschöpfung.

    Letzteres gelingt ihr aber nur ungenügend, also eine vollständige Geldmengenkontrolle ist ausgeschlossen, ohne die Wirtschaft abwürgen zu wollen.
    Die Zentralbank ist stets im Dilemma, einerseits die Geldmenge kontrollieren zu wollen und andererseits die Liquidität der Privaten und die Wirtschaft nicht auszubremsen. (Das ist aber ein anderes komplexes Thema).

    Aus diesen hier beschriebenen Prozessen der Kreditentstehung sowohl auf der Geschäftsbankenebene (erste Stufe) als auch auf der Zentralbankenebene (zweite Stufe) leitet sich prinzipiell die globale Akzeptanz der gesetzlichen Zahlungsmittel ab.

    Hätten wir jetzt wieder viele entnationalisierte Währungen á la Hayek, die im Wettbewerb stehen, käme dies breite (globale) Akzeptanz nicht zustande, denn mit einem einheitlichen Zahlungsmittel möchte ich sämtliche Kaufoptionen auf dem Weltmarkt haben und nicht laufend in andere Währungen wechseln. Denn die Marktkräfte laufen immer mehr auf große Währungsräume hin, da die globale Arbeitsteilung und Güterhandel zugenommen hat.

    Und weil wie gesagt nur gedeckte Währungen sich durchsetzen würden im Wettbewerb, dessen Deckung auch kontrolliert und durch eine maximale Anzahl von Schuldnern gewährleistet ist.

    Da Währungen aber hingegen langfristig nicht durch Gold oder sonstige Güter gedeckt sind, wie ich bereits dargestellt habe, sondern durch Versprechen der Produzenten in Zukunft regelmäßig zu produzieren, und durch zusätzliche Belastung der Pfänder, welcheszusätzlich einen „Erfüllungsdruck" verursachen, würde sich also stets das Kreditgeld/Geschäftsbankengeld durchsetzen, weil es am besten alle Funktionen erfüllt, sowohl als Schuldentilgungssmittel als auch als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel, und zusätzlich abgesichert ist durch den lender of last resort.

    Es würden sich wiederum viele starke Gläubiger zu einem Kartell zusammenschließen und eine Bank gründen und die Geldmenge Inflationieren, wie wir es schon vor dem staatlichen Geld (free banking) hatten, da aus anfangs genannten Gründen laufend Geldbedarf da ist, um alle Vorfinanzierungen bzw. sämtlichen Liquiditätsbedarf abzudecken.
    Das kann man nur leisten, wenn man die Geldschöpfung maximal ausdehnt (möglichst begrenzt auf bonitäre Schuldner).

    Es würde auch nicht zu mehr Stabilität kommen bei vielen privaten Währungen, sondern halt zu mehr Deflationen und Insolvenzen (verbunden mit noch mehr Armut), weil viele Finanzierungen nicht mehr gestemmt werden könnten. Denn welche Währung sollte ich denn unter den vielen verschiedenen privaten Währungen international im Wettbewerb nun annehmen? Den Chiemgauer etwas oder bitcoins? Wie sollen diese Zahlungsmittel ausreichend geschaffen werden ohne Kreditexpansion? Wie können diese ausreichend alle Funktionen des heutigen Geschäftsbankengeldes übernehmen? Zumal alternative Währungen nur deshalb (sehr begrenzt) funktionieren, weil die Parität zum staatlichen Geld da ist. Der Bitcoin ist eher ein Spekulationsgut (Gold 2.0.).

    Ein „Wettbewerb" der Währungen (zwischen staatlichen und privaten) ist also Unsinn. Es würde erst gar nicht zum Wettbewerb kommen sondern alles schreien nach der staatlichen Geldordnung.

    Gruß

    Peter Stuiber 4:23pm Sep 18
    (umlauffähiges) Geld: Diese notwendige Aufschuldung kann wiederum entweder dadurch geschehen, indem durch Kredite gänzlich neues (umlauffähiges) Geld emittiert wird oder indem Fondgesellschaften u.ä. und der Staat (in Form von Anleihen) schon bestehende akkumulierte Überschüsse der Sparer (welche aus früheren Verschuldungen entstammen) aufnehmen. Dabei wird allerdings die Geldmenge nicht ausgeweitet.

    Joachim Weiß 4:58pm Sep 20
    Jo Bader es gab wohl noch ein anders System in Japan und Süd-Korea in den 60ger-70ger Jahren. So weit ich weiß wurde dort der Kredit vom Staat vergeben. Es war sehr erfolgreich bis man sich an die USA anpasste.[...]"

    Das System war nicht anders sondern ebenfalls ein Teilreservesystem, nur dass die Regierungen auch direkt Geld von der Nationalbank erhielten bzw. Mitspracherecht hatten in der Geldpolitik.

    Die Zentralbanken von Japan, Korea und China unterlagen in der Vergangenheit wesentlich stärker der Mitbestimmung durch den Staat als die Zentralbanken Europas oder USA.
    (konfuzianische Denkweise).

    Nach dem WK II übernahmen Japan und Korea weitgehend das FED-System der USA.(In Korea = „Bank of Korea Act“).
    Japan und Korea besitzen deshalb einzigartige Zentralbanksysteme, die konfuzianische Traditionen und das amerikanische System
    ( „Independence within the Government“ ) miteinander verbinden.

    – Die Zentralbank Chinas hingegen bildetet im Kommunismus ein Steuerungsinstrument des Staates in einer zentralisierten Planwirtschaft –

    Die Geldpolitik Koreas sollte eigentlich unabhängig der Regierung erfolgen, konnte ihre Aufgaben wegen des Koreakrieges (1950-53) aber nicht ungestört verfolgen.

    Nach dem Militärputsch im Jahr 1961 erließ die koreanische Militärregierung ein neues ZB-Gesetz, das die Koreabank
    verpflichtete, durch ihre Geldpolitik die Wachstumspolitik der Regierung zu unterstützen.(5 von 9 Mitgliedern im ZB-Rat gehörten zur Regierung. Der Finanzminister von Korea war Präsident im Rat).
    Erst die Finanz- und Wirtschaftskrise 1997, die Folge einer chronischen Geldentwertung, gab den Anlass, das ZB-Gesetz zum sechsten Mal zu ändern.

    (Quelle: Seliger, Bernhard, Zentralbankunabhängigkeit und Geldpolitik, in Köllner (Hrsg.) Korea 2002, 2002, S. 97; Korean Studies Review, www. koreaweb.ws/ks/ksr/ksr02-01.htm)

    Nur kann man eine Gründerphase bzw. eine Phase, wo kapitalistische Märkte noch jung waren nicht mit hier und heute vergleichen.
    Sicherlich hatte auch Korea ein erstaunliches Wirtschaftswunder. Neben der Leichtindustrie wie Textil-, Bekleidungs- und Ledererzeugnisse entstanden dann auch schwere Industrien wie Hyondai, Samsung, Taewoo u.a.

    Das Kapital für den Nachkriegsboom kam aber auch aus dem Ausland (Investoren und Gastarbeiter aus Deutschland).

    Den rasanten Boom verdanken die Südkoreaner zudem vor allem auch ihren Außenhändlern, die nach japanischem Vorbild mit Kampfpreisen zu einer Offensive wie nie zuvor auf die Märkte in USA, Japan, Europa und Nahost vordrangen. Das bescherte ihnen ein Geldschwemme von außen.
    Auch schützte Südkoreas Regierung den heimischen Markt in der Vergangenheit gegen allzu viel Konkurrenz mit Marktzutrittsschranken.

    Ich würde den Erfolg ergo nicht auf die teilweise staatliche Geldpolitik reduzieren.

    Joachim Weiß 5:23pm Sep 20
    Peter Stuiber (umlauffähiges) Geld: Diese notwendige Aufschuldung kann wiederum entweder dadurch geschehen, indem durch Kredite gänzlich neues (umlauffähiges) Geld emittiert wird oder indem Fondgesellschaften u.ä. und der Staat (in Form von Anleihen) schon bestehende akkumulierte Überschüsse der Sparer (welche aus früheren Verschuldungen entstammen) aufnehmen. Dabei wird allerdings die Geldmenge nicht ausgeweitet.[...]

    Verstehe jetzt nicht die Wiederholung dieses meines Zitates. :-)
    Umlauffähig heißt auch kursant (Geld wird wird überall am Markt akzeptiert).

    Johann Maier 9:27am Oct 1
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    E-Mail : sarah-wolski@mail.com

    Danke uns für die Störung zu entschuldigen!

2015-09-30



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